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„#flattenthecurve is back, Leute“: Mai Thi Nguyen-Kim erklärt neuen Schlachtplan gegen das Virus

  • Seit einigen Wochen brechen die Corona-Infektionszahlen beinahe täglich neue Rekordwerte.
  • Die Pandemie scheint trotz Impfung kein Ende zu finden.
  • Warum diese Welle trotzdem anders ist als die bisherigen, erklärt Wissenschaftlerin Mai Thi Nguyen-Kim in ihrem neuesten Video.
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Die Corona-Infektionszahlen erreichen täglich neue Höchstwerte, viele Intensivstationen sind bereits überlastet, und die Frage, welche Maßnahmen jetzt notwendig sind, wird wieder deutlich dringlicher diskutiert. Von einem Ende der Pandemie kann also keine Rede sein – und das, obwohl 68,2 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft sind (Stand: 25.11., 9.08 Uhr).

Haben die bisherigen Maßnahmen denn gar nichts gebracht? Folgt eine Welle auf die andere? Diese Fragen beantwortet Wissenschaftlerin Mai Thi Nguyen-Kim in ihrem neuesten MaiLab-Video. Denn einerseits sei die Impflücke noch viel zu groß, andererseits sei keine Maßnahme perfekt darin, Infektionen zu verhindern. Aber je mehr Maßnahmen man kombiniere, desto besser sei der Infektionsschutz. Und sie betont: „Die Impfung kann als einzige Maßnahme Infektionen nicht nur vermeiden, sondern verhindern.“ Sie rette Leben und mache die Pandemie kürzer.

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Jeden Winter eine neue Welle?

Dass trotz der Impfungen die Infektionszahlen so stark steigen, liege an der deutlich ansteckenderen Delta-Variante, der Ansteckungsgefahr trotz Immunisierung und der abnehmenden Impfwirksamkeit. Dadurch sei insgesamt eine höhere Impfquote nötig. Nach heutigem Stand sei man ohnehin erst nach der Booster-Impfung vollständig geimpft.

Weiter prognostiziert Nguyen-Kim, dass es jeden Winter eine neue Welle geben wird. Die Frage sei nur, wie groß die werde. Das hänge allein von der Immunität der Bevölkerung ab. „Wenn wir die Impfquote auf dem aktuellen Niveau dümpeln lassen und stattdessen auf Durchseuchung setzen, wird sich das, was wir gerade erleben, wiederholen“, warnt die Wissenschaftlerin. „Wir brauchen jetzt also volle Impfpower.“

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Pandemie im Endspurt

Die Devise laute nun wieder „Flatten the Curve“. Denn nun sei es – anders als zu Beginn der Pandemie – tatsächlich realistisch und bitter nötig, die Infektionszahlen so niedrig zu halten, dass das Gesundheitssystem nicht überlastet wird, bis die Pandemie vorbei ist. „#flattenthecurve is back, Leute“, sagt Nguyen-Kim. „Macht es euren Mitmenschen leicht, ihre Meinung zu ändern.“

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Neben dem Schließen der Impflücke müsse nun wieder auf die bekannten Corona-Maßnahmen wie Maske, Kontaktreduzierung und Homeoffice gesetzt werden. Außerdem sollten sich alle Geimpften so schnell wie möglich boostern.

„Und ja, natürlich haben wir keinen Bock mehr, und auch ich kotze im Strahl so wie wir alle“, sagt Nguyen-Kim. Aber nur so könne die Pandemie tatsächlich beendet werden.

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