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Fieberthermometer im Test: So wird richtig gemessen – und das sind die besten Modelle

  • Bei Fieberthermometern ist es wichtig, dass der Wert am Ende stimmt. Wie gut das klappt, hat jetzt die Stiftung Warentest überprüft.
  • Die meisten Ergebnisse stellten die Fachleute zufrieden.
  • Acht der 20 getesteten Fieberthermometer erhielten die Note „gut“, keines schnitt schlechter als „ausreichend“ ab.
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Berlin. Im Mund, im Ohr, an der Stirn, im Po: Es gibt viele Möglichkeiten zum Fiebermessen. Egal, welche Methode gewählt wird, die Werte sollten stimmen. Deshalb ist es wichtig, dass man die Messung korrekt durchführt.

Aber auch die Qualität der Fieberthermometer und ihre Handhabung entscheiden. Hier hat die Stiftung Warentest genauer hingeschaut – und liefert zudem Tipps für möglichst zuverlässige Messwerte.

Wie fielen die Testergebnisse aus?

Durchaus ordentlich, auch wenn es Licht und Schatten gab. Unterm Strich erzielten acht der 20 getesteten Fieberthermometer die Note „gut“, keines schnitt schlechter als „ausreichend“ ab.

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Die vier besten Produkte mit einer Gesamtnote von 2,0 oder besser waren die Kontaktthermometer Domotherm Rapid 10 s von Uebe (6 Euro, Note: 1,9), Thermoval Kids Flex von Hartmann (8 Euro, Note: 2,0), das Ohrthermometer Thermoscan 6 von Braun (45 Euro, Note: 1,8) sowie das Infrarot-Thermometer Thermogun TG2 von Easypix (35 Euro, Note: 2,0).

Untersucht wurden Kontaktthermometer mit Messspitze, Geräte zur Messung im Ohr, Kombigeräte für Ohr oder Stirn und Infrarot-Modelle zur Messung an der Stirn (Zeitschrift „test“, Ausgabe 09/21).

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Was auffiel: Die Messgenauigkeit war bei einem Großteil der Thermometer sehr gut bis gut. Unterschiede gab es vor allem bei der praktischen Anwendung – speziell mit den Infrarot-Modellen taten sich die Testpersonen bei der Messung eher schwer.

Wie funktioniert die Messung mit dem Kontaktthermometer?

In der Untersuchung sollten die Testpersonen mit diesen Modellen im Mund die Temperatur messen. Diese Methode liefert nach Angaben der Stiftung Warentest zuverlässige Werte, sofern die Spitze des Thermometers im hinteren Bereich unterhalb der Zunge platziert wird. Weiter vorn sei es zu kühl. Generell zu beachten: Hat man zuvor Heißes oder Kaltes gegessen, könne das den Wert verfälschen.

Messungen in der Achselhöhle seien indes oft ungenau. Am präzisesten ist bei Kontaktthermometern die Messung im Po – sie ist aber für viele Menschen auch die unangenehmste Variante.

Wie desinfiziert man die Kontaktthermometer?

Mit einem weichen Tuch und Desinfektionsmittel. Was man laut den Fachleuten keinesfalls machen sollte: Die Geräte abkochen oder mit Wasserdampf sterilisieren.

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Was ist bei der Messung im Ohr zu beachten?

Im Vergleich dazu, sich selbst oder seinem Kind ein Thermometer in den Mund oder Po zu stecken, ist diese Methode angenehmer und in den Augen vieler auch hygienischer. Damit die Messwerte stimmen, kommt es aber auf die richtige Technik an. Der Sensor müsse die Wärme, die das Trommelfell abstrahlt, erfassen und leite daraus die Temperatur ab.

Damit das zuverlässig klappt, rät die Stiftung Warentest: Das Ohr leicht nach hinten oben ziehen, während man das Gerät heran hält. Das Ziehen begradige den Gehörgang und verschaffe so „freie Sicht“ aufs Trommelfell, heißt es in ihrem Bericht.

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Und wie ist es an der Stirn?

Bei den Kombigeräten kann man im Ohr oder auf der Stirn die Körpertemperatur messen, die Infrarot-Thermometer messen an der Stirn aus zwei, drei Zentimetern Entfernung die abgestrahlte Körperwärme. Schweiß und Schmutz auf der Haut können laut den Warentestern die Strahlung und damit den Messwert des Thermometers beeinflussen.

Ihre Ratschläge für ein möglichst genaues Messergebnis lauten deshalb: Auf trockener Haut messen. Wer Sport getrieben hat oder draußen bei kalten Temperaturen unterwegs war, sollte sich vor der Messung eine halbe Stunde bei Raumtemperatur akklimatisieren.

RND/dpa

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