Im Mund oder unter der Achsel? So messen Sie richtig Fieber

  • Fieber ist ein typisches Symptom bei Erkältungskrankheiten, Grippe oder auch Covid-19.
  • Es ist wichtig, beim Messen einen korrekten Wert zu ermitteln.
  • Die genaueste Methode ist altbewährt: eine rektale Messung, also im Po.
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Mit der kalten Jahreszeit treten auch Erkältungskrankheiten sowie die Grippe verstärkt wieder auf. Dabei ist Fieber ein typisches Symptom – auch bei einer Covid-19-Erkrankung. Deshalb ist es wichtig, bei der Messung der Körpertemperatur einen korrekten Wert zu ermitteln. Fieber per se ist nicht schlecht: Meist ist ein Temperaturanstieg ein Zeichen, dass das Immunsystem gegen Krankheitserreger kämpft. Die normale Temperatur des menschlichen Körpers beträgt 36 bis 37,5 Grad Celsius – bis 37,9 Grad wird von erhöhter Temperatur gesprochen, erst ab 38 Grad von Fieber. Doch wie misst man richtig Fieber? Welche Optionen gibt es? Und welches Thermometer ist am besten?

Fiebermessen: Messung im Po am genauesten

Fast jedes Kind weiß: Fieber kann im Po gemessen werden – doch das finden nicht nur Kinder oft etwas unangenehm. Dennoch bleibt diese Methode bewährt, sagt Mediziner Wolfgang Reuter von der DKV Deutsche Krankenversicherung in einer Pressemitteilung: „Das Ergebnis ist bei einer Messung im Po am genauesten. Dabei am besten auf der Seite oder auf dem Rücken liegen.“ Die „Apotheken-Umschau“ empfiehlt bei der rektalen Methode, die Thermometerspitze vor der Messung mit einer geeigneten Creme leicht einzufetten.

Angenehmer ist sicherlich die Messung im Mund: Dabei sollte das Thermometer unter die Zunge rechts oder links neben das Zungenbändchen gesteckt werden und die Lippen geschlossen bleiben, rät Reuter. Doch die angenehmere Methode ist auch ungenauer. „Um die tatsächliche Körpertemperatur zu erfahren, 0,5 Grad zum Ergebnis dazuzählen“, so der Gesundheitsexperte. Gleiches gilt für eine Messung in der Achselhöhle.

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Digitale Thermometer sind zuverlässig

Nicht zuletzt durch die Corona-Krise haben Infrarotthermometer an Beliebtheit gewonnen – sie ermöglichen ein kontaktloses Messen an der Stirn oder im Ohr. „Das ist sehr bequem, hat aber den Nachteil, dass diese Modelle etwas teurer sind“, meint Reuter. Zudem würden Stirnthermometer teils ungenaue Ergebnisse liefern und die Ohrmessung brauche Übung. „Verlässliche Alternativen sind digitale Kontaktthermometer.“

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Auch die „Apotheken-Umschau“ rät zu solchen Modellen, sie seien sehr zuverlässig, vor allem bei rektaler Verwendung. Für Kinder sei ein Ohrthermometer noch eine gute Alternative. Alte Quecksilberthermometer sollten laut Reuter besser umweltgerecht entsorgt werden: „Sie sind in der Regel aus Glas und zerbrechen leicht, wobei das giftige Quecksilber austritt.“

RND/dale

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