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  • FFP2-Masken mehrfach tragen: Sind die Masken wiederverwendbar? Tragedauer und Reinigung

So können Sie FFP2-Masken wiederverwenden

  • In öffentlichen Verkehrsmitteln und Geschäften müssen medizinische Gesichtsmasken oder FFP2-Masken getragen werden.
  • Diese Masken haben jedoch einen nicht unbedeutenden Nachteil: Sie sind Einwegprodukte.
  • Forscher aus Münster geben Tipps, wie sich die Masken zumindest für den Privatgebrauch wiederverwenden lassen.
Laura Beigel
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Münster. Um das Infektionsgeschehen in Deutschland einzudämmen, haben sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder auf eine bundesweite Pflicht zum Tragen medizinscher Masken im öffentlichen Personennahverkehr und in Geschäften verständigt. Gesichtsvisiere sowie Alltagsmasken oder Do-it-yourself-Masken sind damit nicht mehr erlaubt.

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Während Stoffmasken jedoch einfach in der Waschmaschine gereinigt werden können, handelt es sich bei medizinischen Masken und partikelfiltrierenden Halbmasken (FFP2-Masken) um Einwegprodukte. Nach Angaben des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte müssen sie deshalb regelmäßig gewechselt und nach der Verwendung entsorgt werden. Besonders nachhaltig ist dieses Vorgehen nicht. Für den Privatgebrauch gibt es jedoch Tipps, wie sich FFP2-Masken wiederverwenden lassen.

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Masken bei 80 Grad im Ofen desinfizieren

„Unsere Untersuchungen haben gezeigt, dass Sars-CoV-2 erst bei Temperaturen von 80 Grad und einer Einwirkzeit von einer Stunde sicher auf und im Maskenmaterial inaktiviert werden kann“, heißt es in einer Broschüre, die Forscher der Fachhochschule Münster und der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster herausgegeben haben. Die Filterleistung der Masken bleibe bei diesen Temperaturen erhalten, allerdings könnten die elastischen Haltebänder an Zugkraft verlieren. Die 80-Grad-Celsius-Marke sollte weder unter- noch überschritten werden, weil ansonsten die Filterleistung beeinträchtigt oder das Coronavirus nicht abgetötet wird.

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Eigenschutz oder Fremdschutz – welche Maske wirkt wie?
1:04 min
Welche Masken gibt es, wen schützen sie und was sollte man beim Tragen von selbst genähten Masken beachten?  © RND

Die Experten empfehlen bei diesem Desinfektionsverfahren, die FFP2-Masken im Ofen zu erhitzen. Dafür muss der Mundschutz zuvor mindestens einen Tag lang an der Luft trocknen. Die getrocknete Maske dann auf einem mit Backpapier belegten Backblech platzieren und nach der Vorheizzeit bei 80 Grad Celsius Ober- und Unterhitze in den Ofen schieben. Zwischen der FFP2-Maske und dem Ober- und Unterboden sollte ein Abstand von etwa zehn Zentimetern eingehalten werden. Die Ofentür währenddessen nicht öffnen. Nach 60 Minuten die Maske aus dem Ofen holen, abkühlen lassen und auf sichtbare Schäden prüfen.

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Auf diese Art und Weise könne die Maske fünfmal wieder aufbereitet werden, schreiben die Forscher. Allerdings weisen sie darauf hin, dass dieses Verfahren nicht für formstabile FFP2-Masken (Körbchenmodell) und Masken mit Atemventil geeignet ist. Und: „Erreger der Nasen-, Rachen- und Hautflora können auf der Maske noch vorhanden sein.“ Deshalb sollte der Mundschutz nicht an andere Menschen weitergereicht werden.

Masken sieben Tage lang an der Luft trocknen

Ein anderes Desinfektionsverfahren für FFP2-Masken ist die Raumlufttrocknung. So könnten benutzte Masken einfach an der Luft getrocknet und ab dem siebten Tag wiederverwendet werden. Die Forscher der FH Münster und der WWU Münster gehen davon aus, dass die Infektiosität von Sars-CoV-2 mit jedem Tag weiter abnimmt. Dieser Trocknungszyklus sollte ebenfalls nur fünfmal wiederholt werden. Eine zum fünften Mal getragene Maske muss im Hausmüll entsorgt werden.

Von anderen Verfahren wie der Reinigung im Kochtopf, mit Wasserdampf, in der Mikrowelle, der Spülmaschine, der Waschmaschine oder mit UV-Licht raten die Forscher ab – auch, weil es zum Teil noch keine gesicherten Erkenntnisse gebe.

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