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EU ruft FFP2-Maske Atemious Pro zurück – Amazon nimmt Maske aus dem Sortiment

  • Laut der Europäischen Kommission erfüllt die FFP2-Maske Atemious Pro der Modellnummer 2001 nicht mehr die Sicherheitsstandards.
  • Nun entfernte auch der Onlinehändler Amazon die Maske aus seinem Angebot.
  • Der Hersteller Univent Medical zeigt Unverständnis für die Bewertung und will nun rechtlich dagegen vorgehen.
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Nachdem die Europäische Kommission die FFP2-Maske Atemious Pro des Herstellers Univent Medical zurückgerufen hat, nimmt nun auch der Onlinehändler Amazon die Maske aus seinem Angebot heraus und informierte seine Kunden darüber, wie die „Bild“-Zeitung berichtet. Die Maske mit der Modellnummer 2001 entspreche laut der Europäischen Kommission nicht der PSA-Benutzungsverordnung sowie der europäischen Norm EN 149 und biete daher „möglicherweise keinen angemessenen Schutz“. Demnach solle die Maske nur zu 78 Prozent schützen, vorgegeben sei aber ein Schutz von mindestens 94 Prozent. Somit könnte sie auch nur bedingt gegen das Coronavirus schützen.

Bereits im Februar hatte Stiftung Warentest die FFP2-Maske Atemious Pro getestet und als „mit Einschränkung geeignet“ eingestuft. Das lag vor allem an der Bewertung der Passform, das heißt, wie dicht die Maske beim Tragen anliegt. Bei vier von zehn der Testpersonen saß die Maske undicht und wurde daher in dieser Kategorie als eingeschränkt geeignet bewertet. Die Filterwirkung der Aerosolpartikel und der Atemkomfort wurden als hoch beurteilt. Auch Schadstoffe wurden nicht nachgewiesen.

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Maskenhersteller Univent Medical will juristische Schritte einleiten

„Leider – und für uns unverständlich – sind die Auffassungen zur technischen Beurteilung der Ergebnisse sehr unterschiedlich“, heißt es von dem deutschen Hersteller Univent Medical in einer Stellungnahme. Die angeblichen Schwachpunkte würden lediglich den Arbeitsschutz betreffen, beispielsweise beim Lackieren. „Wir werden gegen die technische Interpretation und die aus unserer Sicht unzureichende Recherche der Marktaufsicht mit allen möglichen juristischen Mitteln vorgehen.“

Univent Medical betont, dass die Maske in der Vergangenheit bereits von europäisch notifizierten Prüfbehörden geprüft und als geeignete FFP2-Maske eingestuft wurde. Ob eine Maske passt und dicht sitzt, liege auch an der Gesichtsform, heißt es vom Unternehmen. Daher sei es wichtig, die Maske vorher zu prüfen.

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