EU-Behörde: In Europa besteht moderates Risiko für Coronavirus

  • Aktuell tagt die WHO auf einem Notfallausschuss, um über Prävention und ausgehende Gefahren des Coronavirus zu sprechen.
  • Derweil ordnet die EU-Präventionsbehörde ECDC die Bedrohung für Europa ein.
  • Zum Ende des Monats könne die Gefahr einer Einschleppung steigen.
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Brüssel/Solna. Nach dem Ausbruch der neuartigen Lungenkrankheit in China sieht die EU-Präventionsbehörde ECDC vorerst ein moderates Risiko, dass der Erreger in die Europäische Union eingeschleppt wird. Dies teilte das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten am Mittwoch im schwedischen Solna mit. Mit dem erhöhten Reiseverkehr zum chinesischen Neujahr Ende des Monats wachse die Wahrscheinlichkeit, dass Fälle in der EU auftauchen. Dieses wird traditionell an Neumond zwischen dem 21. Januar und dem 21. Februar gefeiert und fällt in diesem Jahr auf den 25. Januar. Die Feierlichkeiten ziehen jährlich zahlreiche Touristen aus der ganzen Welt an.

ECDC-Direktorin Andrea Ammon warnte, es gebe erhebliche Unsicherheit, wie schwerwiegend und wie tödlich die Krankheit sei. „Mehr epidemiologische Daten sind dringend erforderlich, um ein besseres Verständnis des Virus zu gewinnen." In China war die Zahl der Toten durch die neuartige Lungenkrankheit zuletzt sprunghaft auf 17 gestiegen. In Europa gibt es bislang keine Nachweise (Stand: 22.01.2020).

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RND/dpa