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Johnson: erster Omikron-Todesfall in Großbritannien

In Großbritannien ist einem Medienbericht zufolge erstmals ein Covid-19-Patient an einer Infektion mit der neuen Corona-Variante Omikron gestorben.

London. Mindestens eine Person in Großbritannien ist an einer Omikron-Infektion gestorben. Das teilte Boris Johnson am Montag beim Besuch einer Londoner Impfklinik mit. „Traurigerweise führt Omikron zu Krankenhausaufenthalten, und leider wurde bestätigt, dass mindestens ein Patient an Omikron gestorben ist“, so der britische Premierminister. Die Menschen müssten sich von der Vorstellung verabschieden, dass es sich bei der zuerst in Südafrika nachgewiesenen Virusvariante um eine mildere Version des Coronavirus handele. „Das Beste, was wir tun können, ist, dass wir alle unsere Auffrischungsimpfungen bekommen.“

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Omikron schwächt Wirkung der Impfstoffe

Die Virusvariante Omikron wird von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) seit Ende November als „besorgniserregend“ eingestuft. In mehr als 55 Ländern konnte die Mutante inzwischen nachgewiesen werden. Sie besitzt rund 32 Mutationen im Spikeprotein, die sie zum einen leichter übertragbar machen, zum anderen scheinen sie dem Virus dabei zu helfen, die Immunantworten zu umgehen.

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Mehrere Studien konnten zeigen, dass Omikron in der Lage ist, die Wirksamkeit der Corona-Impfstoffe zu reduzieren. Auch vollständig Geimpfte können sich demnach mit dem Virus infizieren. Eine britische Untersuchung kam etwa zu dem Ergebnis, dass der Schutz des Vakzins von Biontech/Pfizer vor Infektionen mit Symptomen wie Husten und Halsschmerzen nach vier Monaten auf rund 34 Prozent sinkt. Eine Booster-Impfung kann diesen Schutz verstärken, weshalb Biontech-Chef Ugur Sahin dazu rät, schon drei Monate nach der Zweitimpfung eine Auffrischungsimpfung zu verabreichen.

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Großbritannien: Omikron könnte sich zu dominierender Variante entwickeln

Ob die Virusvariante auch für schwere Krankheitsverläufe sorgt, war bislang noch ungeklärt. Nach der starken Ausbreitung in Südafrika hatte es zunächst die Hoffnung gegeben, Omikron könnte womöglich mildere Verläufe hervorrufen als die bisher bekannten. Zumindest waren bis dato kaum schwere Fälle aus dem Land bekannt. Allerdings ist der Altersdurchschnitt in Südafrika auch deutlich niedriger als in vielen westlichen Ländern. Zur Schwere der Verläufe bei Omikron laufen derzeit etliche wissenschaftliche Untersuchungen, bestätigte Ergebnisse gibt es noch kaum.

In Großbritannien breitet sich die Virusvariante Omikron derzeit immer schneller aus. Eine neue Studie der britischen Gesundheitsbehörde UK Health Security Agency (UKHSA) kam zu dem Ergebnis, dass Omikron bis Ende Januar die dominante Variante in Großbritannien werden könne. Gesundheitsexpertinnen und Gesundheitsexperten in Großbritannien haben nun empfohlen, die bislang geltende Warnstufe im Land von drei auf vier zu erhöhen. Schon jetzt gäbe es viele Krankenhauseinlieferungen von Patientinnen und Patienten, die die Omikron-Variante hätten. Das Alarmstufensystem in Großbritannien hat insgesamt fünf Warnstufen und zeigt unabhängig von politischen Entscheidungen die Corona-Lage auf den Inseln.

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RND/dpa

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