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Erste Schule in Schleswig-Holstein bleibt wegen Corona-Infektion geschlossen

  • Eine Grundschule in Schleswig-Holstein muss wegen eines Corona-Falles voerst dicht bleiben.
  • Zum Schulstart in Corona-Zeiten appelliert Bildungsministerin Karin Prien an Schüler und Lehrer, nicht mit Krankheitssymptomen zur Schule zu gehen.
  • Prien betonte jedoch, "dass Schulschließungen nur die Ultima Ratio sein können".
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Kiel/Rantrum. Wegen einer mit dem Coronavirus infizierten Lehrerin müssen die Schüler einer Grundschule in Rantrum in Schleswig-Holstein nach den Ferien vorerst daheim bleiben. Zum Beginn des neuen Schuljahres hat Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Karin Prien an Schüler und Lehrer appelliert, wegen der Corona-Ansteckungsgefahr mit Krankheitssymptomen zu Hause zu bleiben. “Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler, aber auch Schulbegleitungen, die Schulsozialarbeit und natürlich vor allem die Eltern haben eine große Verantwortung zum Schulstart”, wird die CDU-Politikerin in einer Mitteilung am Sonntag zitiert.

Corona-Reaktionsplan: Schulschließungen nur die Ultima Ratio

"Wir haben gemeinsam mit dem Gesundheitsministerium ein hilfreiches Schema entwickelt, das Eltern bei der Frage unterstützt, wann ein Kind in die Schule darf", erklärte Prien einen Tag vor Schulstart. Zusammen mit dem neuesten, am Freitag vom Kabinett verabschiedeten Reaktionsplan für Schulen solle dieses Schema klare Handlungsleitlinien bieten. "Für uns ist weiterhin das Ziel, dass Schulschließungen nur die Ultima Ratio sein können. Wir wollen frühzeitig und deutlich reagieren und durch unseren Corona-Reaktionsplan auch den Gesundheitsbehörden vor Ort ein entsprechend abgestuftes Verfahren vorschlagen", sagte Prien. Das Ministerium veröffentlichte auch einen Schnupfenplan als Wegweiser für Eltern.

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Grundschule bleibt wegen Corona-Infektion vorerst geschlossen

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Zuvor war bekanntgeworden, dass wegen einer Corona-Infektion die Grundschule in Rantrum bei Husum nach den Sommerferien vorerst eine Woche geschlossen bleibt. Bei einer Lehrerin sei eine Infektion nachgewiesen worden, wie der Kreis Nordfriesland am Samstagabend mitteilte. Die Frau habe vor Kurzem an einer Dienstbesprechung teilgenommen und dabei Kontakt mit anderen Mitarbeitern der Schule gehabt. Das Bildungsministerium in Kiel bestätigte einen NDR-Bericht, wonach die Lehrerin mit leichten Schnupfensymptomen zum Arzt gegangen war. Der nahm einen Corona-Test vor, sagte ihr aber, sie könne trotzdem arbeiten. Erst später stellte sich heraus, dass der Test positiv war.

Die Kontaktpersonen aus dem Kollegium machten am Sonntag Corona-Tests, die Ergebnisse werden für Montag erwartet. “Wenn die Ergebnisse da sind, wird der Landrat mit dem Gesundheitsamt die Situation bewerten”, sagte Kreissprecher Hans-Martin Slopianka. Der Kreis hatte auch die Schließung verfügt und könne sie bei positiven Testergebnissen verlängern oder aber auch Dienstag/Mittwoch aufheben.

Im neuen Schuljahr in Schleswig-Holstein soll es an den 792 Schulen so viel Präsenzunterricht wie möglich geben. Es gibt eine Empfehlung, in den ersten zwei Wochen in den Schulen eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.

RND/dpa

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