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Erste klinische Studien zu Corona-Impfstoff gestartet - 115 Projekte weltweit

  • Obwohl Covid-19 noch nicht lange bekannt ist, arbeiten bereits viele Labore an einem Impfstoff.
  • Spannend: Erstmals wird an genbasierten Impfstoffen gearbeitet, eine ganz neue Methode.
  • Einige Unternehmen wollen ihren Impfstoff sogar bereits produzieren - auch auf die Gefahr hin, dass dieser entsorgt werden muss, wenn die Wirkung nicht bestätigt wird.
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Berlin. Die Impfstoffentwicklung gegen Covid-19 wächst weiter rasant an. Weltweit gibt es nach Angaben des Verbands Forschender Arzneimittelhersteller (vfa) 115 Impfstoffprojekte zum Schutz gegen das Coronavirus. „Obwohl der Erreger vor Jahresbeginn noch praktisch unbekannt war, hatten bis 1. Februar bereits sechs Unternehmen Impfstoffprojekte gemeldet. Am 9. März waren es schon 16 und jetzt sind es 115″, teilte vfa-Sprecher Rolf Hömke am Dienstag mit. „Sieben davon werden maßgeblich in Deutschland vorangetrieben, fünf werden aus Deutschland heraus unterstützt.”

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Im Juni soll es bereits Ergebnisse aus Deutschland geben

Es werde an Impfstoffen von verschiedenen Arten gearbeitet, sagte Hömke. Bei einigen handele es sich um Totimpfstoffe, wie sie beispielsweise auch gegen Tetanus und Hepatitis-B eingesetzt werden. Zudem werde an Impfstoffen mit Virusbestandteilen geforscht sowie an Lebendimpfungen. Letztere Impfungen enthielten harmlose sogenannte Vektorviren. Außerdem seien genbasierte Impfstoffe, mit Genen aus dem Virus, in Arbeit. „Die Methode ist neu, und es gibt bisher noch keinen zugelassen Impfstoff dieser Art gegen irgendeine Krankheit", sagte Hömke.

Weltweit werden zehn der 115 Impfstoffkandidaten bereits in klinischen Studien mit Freiwilligen erprobt. Eine davon findet in Deutschland statt. Im Juni sollen erste Daten der Tests an rund 200 gesunden Menschen zwischen 18 und 55 Jahren vorliegen.

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Einige Unternehmen wollen schon produzieren

Erste Unternehmen und Forschungsinstitute haben laut VfA bereits angekündigt, ihre Produktionskapazitäten für einen Covid-19-Impfstoff auszuweiten. Mehrere von ihnen wollen dem Verband zufolge ihre Impfstoffe sogar während der Erprobung mit Freiwilligen schon großtechnisch produzieren. Sie gehen damit das Risiko ein, produzierte Ware entsorgen zu müssen, falls die Studienergebnisse negativ ausfallen sollten.

RND/dpa

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