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Ernährungstipp: Zwischen den Mahlzeiten sollten mindestens vier Stunden liegen

  • „Du bist, was du isst“, heißt es in einem bekannten Sprichwort.
  • Tatsächlich hat unsere Ernährung einen zentralen Einfluss auf unsere Gesundheit.
  • Dabei kommt es nicht nur auf die Produkte an - auch die Zeit spielt eine wichtige Rolle, sagt Professor Ingo Froböse.
Ingo Froböse
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Köln. Von einer gesunden Ernährung wird oft gesprochen, wenn es eigentlich eine ausgewogene und bedarfsorientierte Ernährung meint. Sie versorgt den Körper mit allen notwendigen Mikro- und Makronährstoffen, Vitaminen und Spurenelementen. Auf dem Speiseplan stehen also regelmäßig Obst, Gemüse, Fisch, Vollkornprodukte und kalziumreiche Lebensmittel wie Milch, Joghurt, Käse oder auch Nüsse.

Dem Körper eine Verschnaufpause gönnen

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Fleisch, Süßigkeiten und Knabbereien sollten die Ausnahme bleiben. Wichtig ist aber nicht nur die Frage nach dem „was“, sondern auch dem „wann“. Denn unser Biorhythmus spielt eine wichtige Rolle für eine bedarfsorientierte Ernährung.

Professor Ingo Froböse ist Leiter des Gesundheitszentrums an der Sporthochschule Köln und gibt an dieser Stelle regelmäßig Tipps.

Zwischen den Mahlzeiten sollten deshalb mindestens vier Stunden liegen, so gönnen Sie Ihrem Körper die nötige Verschnaufpause, in der er nicht verdauen muss. Starten Sie am besten mit einem kohlenhydratreichen Frühstück in den Tag. Ein leichtes und buntes Mittagessen mit vielen Vitalstoffen beugt einem Mittagstief vor und versorgt Sie für die zweite Tageshälfte mit neuer Energie.

Schlechte Ernährung wegen Zeitmangel und fehlenden Kochkentnissen

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Setzen Sie abends auf ein eiweißbetontes und kohlenhydratarmes Essen. Denn für die nächtlichen Reparaturprozesse und den Neuaufbau zellulärer Strukturen ist Ihr Körper vielmehr auf Proteine als auf Energie angewiesen. Zudem belasten viele Kohlenhydrate am Abend den Körper und stören mitunter einen ruhigen Schlaf. Nehmen Sie sich außerdem Zeit, in Ruhe zu essen. So erleichtern Sie Ihrem Magen die Verdauung und es tritt schneller ein Sättigungsgefühl ein – unkontrolliertem Schlemmen beugen Sie dadurch vor.

Im Grunde weiß jeder, dass wir mit einer abwechslungsreichen Ernährung mit viel frischem Obst und Gemüse unserem Körper etwas Gutes tun. Doch oft schleichen sich aufgrund von Zeitmangel, fehlenden Kochkenntnissen oder lieb gewonnenen Gewohnheiten Ernährungsmuster ein, die in zu großem Maße unserer Gesundheit schaden können.

Menschen in Deutschland werden immer dicker

Gerade in Deutschland nehmen ernährungsbedingte Krankheiten durch Übergewicht deutlich zu. Auch Bluthockdruck, Diabetes 2 und Störungen des Fettstoffwechsels und Adipositas sind Folgen einer Fehlernährung. Treten diese gesundheitlichen Probleme gemeinsam auf, spricht man vom Metabolischen Syndrom. Bei diesem „Tödlichen Quartett“ besteht ein deutlich höheres Risiko, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden. Allein 2017 waren elf Millionen vorzeitige Todesfälle auf eine falsche Ernährung zurückzuführen.

Oft lassen sich ernährungsbedingte Krankheiten durch eine ausgewogene Ernährung vermeiden oder gar kurieren. Es gilt: Wer auf Qualität und Vielfalt bei der Zubereitung seiner Mahlzeiten achtet, kann von mehr Vitalität und Lebensqualität profitieren und sich so manche Tablette sparen. Versuchen Sie, möglichst oft selber zu kochen und weitestgehend auf verarbeitete Lebensmittel zu verzichten. Ihr Körper wird es Ihnen danken!

Mehr zum Thema lesen Sie in: Prof. Dr. Ingo Froböse: „Raus aus der Tablettenfalle. Das Erfolgsprogramm für ein Leben ohne Pillen & Co.“ (GU-Verlag, 272 Seiten, 17,99 Euro)