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  • Entspannung der Corona-Lage zeichnet sich ab: Mehr als jeder vierte Landkreis mit 7-Tage-Inzidenz unter 100

Positiver Trend bei Sieben-Tages-Inzidenz: Mehr als jeder vierte Landkreis liegt unter 100

  • Die Corona-Lage in Deutschland scheint sich etwas zu entspannen.
  • Laut Robert-Koch-Institut (RKI) liegt aktuell mehr als jeder vierte Landkreis unter einer Sieben-Tage-Inzidenz von 100 – ein Landkreis verzeichnet sogar eine Sieben-Tage-Inzidenz von unter 30.
  • Zwischen den einzelnen Kreisen gibt es teils starke Unterschiede.
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Berlin. Mehr als jeder vierte Landkreis in Deutschland hat mittlerweile wieder eine 7-Tage-Inzidenz von weniger als 100. So lagen 116 von 412 erfassten Kreisen und kreisfreien Städten nach Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) von Mittwochmorgen unter dieser politisch gesetzten Marke. Zum Vergleich: Vor einer Woche waren nur 78 Kreise unter der 100er-Schwelle. Liegt die Inzidenz – also die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche – an drei aufeinanderfolgenden Tagen über 100, greift die sogenannte Bundes-Notbremse. Damit gelten automatisch strengere Regeln wie Ausgangsbeschränkungen.

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Die Infektionslage ist in den Ländern recht unterschiedlich. So gab das RKI die Inzidenz in Schleswig-Holstein am Mittwoch mit 55 an. Auch Hamburg (86) und Niedersachsen (92) lagen als Bundesland unter der Marke von 100. Thüringen (210) ist aktuell das einzige Bundesland, das eine Inzidenz von mehr als 200 hat. Auf Kreisebene sieht es im Landkreis Plön (29,5) besonders gut aus, der Saale-Orla-Kreis (529,2) in Thüringen ist Schlusslicht.

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Sieben-Tage-Inzidenz deutlich niedriger als vor einer Woche

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Bundesweit betrachtet weisen mehrere Kennzahlen zum Infektionsgeschehen in Richtung Entspannung. Das kann am Verhalten der Menschen liegen, aber auch am Fortschritt beim Impfen. Für deutliche Effekte der Bundes-Notbremse ist es wohl noch zu früh.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 18.034 Corona-Neuinfektionen, wie aus Zahlen von Mittwochmorgen hervorgeht. Zum Vergleich: Am Mittwoch vor einer Woche hatte der Wert bei 22.231 gelegen. Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz liegt bei 132,8 (Vortag: 141,4) und damit deutlich niedriger als noch vor einer Woche (160,6). Auf den Intensivstationen hatte sich die Lage in den vergangenen Tagen nicht mehr verschlimmert.

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Corona-Lage in Deutschland: RKI meldet 18.034 Neuinfektionen
0:49 min
Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert-Koch-Institut binnen eines Tages 18.034 Corona-Neuinfektionen gemeldet.  © dpa

Bundesweiter Sieben-Tage-R-Wert liegt bei 0,82

An weniger PCR-Tests kann der deutliche Rückgang bei den Corona-Nachweisen kaum liegen. Die Testzahlen sind nach Angaben der Akkreditierten Labore in der Medizin (ALM) nur leicht gesunken, von 1,23 Millionen in der Woche ab 19. April auf 1,19 Millionen in der vergangenen Woche (ab 26. April). Die Rate der positiven Tests sank in der Zeit deutlich stärker, und zwar von 13,3 auf 11,7 Prozent.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Dienstagabend bei 0,82 (Vortag: 0,88). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 82 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

RND/dpa/hb

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