Studie: Wegen der Fußball-EM infizieren sich offenbar mehr englische Männer mit dem Coronavirus

  • Laut einer vorläufigen Studie ist die Fußball-Europameisterschaft vermutlich ursächlich für die steigenden Corona-Zahlen bei Männern in England.
  • Demnach ist das Infektionsrisiko bei Männern 30 Prozent höher als bei Frauen.
  • Das Infektionsgeschehen im Land habe sich zudem binnen des letzten Monats vervierfacht.
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London. Gemeinsames Schauen der Fußball-Europameisterschaft könnte einer vorläufigen Studie zufolge verantwortlich für einen höheren Corona-Anstieg bei Männern als bei Frauen in England sein. Tests bei mehr als 47.000 Freiwilligen im größten britischen Landesteil hätten ergeben, dass Männer ein 30 Prozent höheres Risiko als Frauen hätten, sich zu infizieren, heißt es in dem sogenannten Preprint des Imperial College London. „Es könnte sein, dass das Fußballschauen dazu führt, dass Männer sozial aktiver sind als sonst“, sagte Studienautor Steven Riley der BBC.

Infektionsgeschehen durch dritte Corona-Welle vervierfacht

Der Bericht stellt zudem fest, dass derzeit eine „erhebliche dritte Infektionswelle“ das Land treffe. Demnach hat sich das Infektionsgeschehen im Vergleich zur vorigen Erhebung vor einem Monat vervierfacht. Infektionen seien in allen Altersgruppen unter 75 Jahren deutlich gestiegen, vor allem aber bei Kindern und Jugendlichen.

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Auch bei Menschen, die beide Impfungen bekommen haben, habe sich die Zahl der Corona-Fälle vervierfacht. Für den Anstieg wird die hochansteckende Delta-Variante verantwortlich gemacht. Die britische Regierung will die Corona-Maßnahmen in England am 19. Juli trotzdem vollständig aufheben.

„Obwohl die Impfstoffe einen guten Schutz vor Infektionen und schweren Krankheiten bieten, besteht für geimpfte Menschen immer noch das Risiko, an dem Virus zu erkranken und andere zu infizieren“, sagte Riley. Deshalb sei es wichtig, dass so viele Menschen wie möglich beide Dosen erhielten.

RND/dpa

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