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„Ein Modell für die Zukunft”: WHO lobt Corona-Sonderweg von Schweden

Die Lokale bleiben geöffnet: In Schweden gelten in der Corona-Krise vergleichsweise freizügige Maßnahmen.

Die Lokale bleiben geöffnet: In Schweden gelten in der Corona-Krise vergleichsweise freizügige Maßnahmen.

Genf. Ein führender Mitarbeiter der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat den schwedischen Umgang mit dem Coronavirus gelobt. „Wir können möglicherweise von unseren Kollegen in Schweden lernen”, sagte Mike Ryan, Direktor für Notstände und Katastrophen von der WHO gegenüber dem „Focus”. Von dem skandinavischen Land könne man lernen, wie man zu einer Gesellschaft ohne Lockdown zurückkehre.

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„Ein großes Missverständnis”: WHO verteidigt Schwedens Umgang mit Coronavirus

Ryan sagte, dass es ein großes Missverständnis ist, dass Schweden es dem Coronavirus erlaubt habe, sich ohne notwendige Restriktionen in der Gesellschaft zu verbreiten. Schweden habe sich – anders als andere Länder – „sehr stark auf seine Beziehung mit seinen Bürgern” gestützt. Das Land habe den Menschen zugetraut, dass sie in der Lage seien, Social Distancing einzuhalten. „Ich glaube, Schweden zeigt ein Modell für die Zukunft”, so Ryan gegenüber dem Focus. Um zu einer Gesellschaft ohne Lockdown zurückzukehren, müsse sie über einen längeren Zeitraum hinweg „die physischen und sozialen Bedingungen an das Virus anpassen."

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Schwedens Sonderweg polarisiert gesellschaftspolitischen Diskurs in Europa

In Schweden gelten im Vergleich zu anderen Ländern wie Deutschland deutlich freizügigere Maßnahmen in der Corona-Krise, weshalb unter anderem Kneipen, Restaurants und Cafés weiter geöffnet sein dürfen. Der „schwedische Weg” hat den gesellschaftspolitischen Diskurs in Europa zunehmend polarisiert. Mitte April haben 22 Wissenschaftler die schwedische Regierung in einem offenen Brief bei der Zeitung „Dagens Nyheter” zum Umdenken aufgefordert. „Die Gesundheitsbehörde ist gescheitert – jetzt müssen die Politiker eingreifen”, so die Forderung der Forscher. Laut der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore sind bislang 2653 Menschen in Schweden an den Folgen einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben (Stand: 02.05.2020, 11.30). So kommen auf eine Million Einwohner knapp 250 Corona-Tote – und damit dreimal so viele wie in Deutschland oder Dänemark.

RND/bk

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