Kein Alkohol, kein Fleisch: Was bringen Dry January und Veganuary?

  • Wer noch einen guten Vorsatz für 2020 sucht, könnte die eigenen Ess- und Trinkgewohnheiten verändern.
  • Schon ein Monat Verzicht auf Alkohol hat einen gesundheitsfördernden Einfluss.
  • Wer einmal die vegane Ernährung ausprobieren möchte, kann sich der Kampagne „Veganuary“ anschließen.
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Hannover. Schluss mit dem hemmungslosen Besäufnis, mit dem zermürbendem Kater am Morgen danach. Schluss auch mit der Salami auf dem Frühstücksbrot, dem Geschnetzelten zur Reisbeilage, dem Brunch mit Rührei. Ein neues Jahr, ja, sogar ein neues Jahrzehnt hat begonnen.

Den Start ins Jahr 2020 nehmen deshalb viele Menschen zum Anlass für gute Vorsätze: Endlich entschlacken, endlich mehr Sport, endlich gesünder essen, endlich im Gleichgewicht leben.

Vorsatz: Vegan und alkoholfrei für einen Monat

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Für zwei Gesundheitstrends werben zum Neujahr Gesundheitsexperten und auch Prominente. Wer es ernst mit dem gesünderen Lebensstil meint, übt sich im Verzicht. Etwa im Dry January, also einem Monat Existenz ohne Alkoholkonsum. Oder auch im Veganuary, also einem Monat Speisen ohne Fleisch und tierische Produkte wie Eier und Käse.

Die Food-Szene lässt sich dafür begeistern, Blog-Einträge und Postings fluten das Netz. Aber ist der Körper nach so kurzer Zeit wirklich dankbar, hilft ihm der einmonatige Verzicht auf Spirituosen und Tierisches?

Dry January: Ein Monat ohne Alkohol wirkt sich auf die Gesundheit aus

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Bier, Sekt und harte Schnäpse ade! Unter dem Motto Dry January haben zum Jahreswechsel europaweit Ärzte und Gesundheitsverbände zur Abstinenz für einen Monat aufgerufen. So haben sich in Frankreich rund 20 Gesundheitsverbände zusammengeschlossen und zu einem trockenen Januar aufgerufen, meldete das „Aerzteblatt“ Mitte Dezember.

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In Großbritannien gibt es die Kampagne „Alcohol Change UK“, die zu einer Challenge aufruft. Mithilfe einer kostenlosen App können sich Teilnehmer dafür registrieren. Zur Motivation wird ihnen im Laufe des Monats angezeigt, wie viel Geld und Kalorien sie durch den Alkoholverzicht sparen.

Die gesundheitsfördernden Effekte laut „Alcohol Change UK“: 86 Prozent der Teilnehmer sparten durch den Alkoholverzicht Geld, 70 Prozent schliefen besser, 66 Prozent verspürten mehr Energie. 65 Prozent der Teilnehmer hätten innerhalb eines Monats grundsätzlich ihre Gesundheit verbessert, heißt es auf der Homepage.

Hinter den Zahlen steht eine wissenschaftliche Studie unter der Leitung des Psychologen Dr. Richard de Visser von der englischen University of Sussex. „Die einfache Maßnahme, einen Monat auf Alkohol zu verzichten, hilft Menschen, langfristig weniger zu trinken“, sagt Visser auf der Universitäts-Homepage. Unmittelbare Vorteile durch den einmonatigen Alkoholverzicht seien etwa Gewichtsverlust, eine bessere Haut, ein tieferer Schlaf und eine erhöhte Konzentration.

Prominente werben für vegane Ernährung

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Auch der Veganuary hat seinen Ursprung in Großbritannien, ist ein Wortspiel aus Vegan und January. Bei der Kampagne geht es darum, einen Monat eine rein pflanzliche Ernährung auszuprobieren. Unterstützung erfährt der Food-Vorsatz an Neujahr auch von prominenter Seite: Darunter sind Hollywood-Größen wie Mayim Bialik, Alicia Silverstone und Joaquin Phoenix, aber auch deutsche Stars wie Rezo und Kaya Yanar.

Das Ziel von Veganuary: eine rein pflanzliche Ernährung populärer zu machen und Menschen zu animieren, das Ganze einen Monat lang auszuprobieren. Die Motivation kann verschieden sein: etwa um negative Umwelteinflüsse zu verringern oder zum Tierwohl.

Aus gesundheitlicher Sicht kann die vegane Ernährung den menschlichen Körper grundsätzlich mit allen wichtigen Nährstoffen versorgen. Einzige Ausnahme ist das Vitamin B12. Wissenschaftliche Studien besagen, dass Vegetarier und Veganer im Vergleich zu Fleischessern sogar insgesamt gesünder leben. Sie hätten weniger Krankheiten, seien seltener übergewichtig und hätten eine bessere Darmflora.

Veganer brauchen einen guten Ernährungsplan

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Voraussetzung für einen gesunden, veganen Lebensstil ist aber eine ausgewogene und reichhaltige Ernährung, um notwendige Nährstoffe aufzunehmen, die durch den Fleischverzicht wegfallen. Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung sind potenziell kritische Nährstoffe die Vitamine B2, B12 und D sowie Eisen, Calcium, Jod und Zink.

Weitere Informationen zu geeigneten veganen Koch-Rezepten und pflanzlicher Ernährung gibt auch die deutschsprachige Veganuary-Kampagne im Internet.






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