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Newsletter „Die Pandemie und wir“

Drosten geht, die Pandemie bleibt

Christian Drosten, Direktor des Instituts für Virologie der Charité Berlin.

Liebe Leserinnen und Leser,

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es fühlt sich wie das Ende einer Ära an. Christian Drosten ist nach dem Beginn der Pandemie schnell zum bekanntesten deutschen Corona-Experten geworden. Zuvor eher unter Sars-Experten und ‑Expertinnen ein Name, sorgen auch heute noch jedes Interview, jeder Tweet des Virologen für gigantische Aufmerksamkeit. Das liegt auch an dem extrem erfolgreichen Podcast „Das Coronavirus-Update“. Darin hat Drosten, ab September 2020 im Wechsel mit Sandra Ciesek, umfassend über die Pandemie aufgeklärt: wie man das Virus bekämpft, wie Studien zu verstehen sind, welche Maßnahmen nötig sind.

Am Dienstag ist nun jedoch die letzte reguläre Folge mit den beiden Fachleuten erschienen. Heißt das, die Pandemie ist nun vorbei? Es gibt nichts mehr zu erklären? Nein! Drosten will sich vor allem mehr auf seine Forschung und seine Arbeit als Institutsleiter konzentrieren. Er werde jedoch, wenn „sich große Probleme auftun“, wieder aktiver werden – etwa in Interviews oder auf Twitter, sagte er der „Zeit“.

In seiner letzten Folge warf Drosten aber auch noch mal einen Blick auf die Pandemiezukunft: „Die Zahlen werden sicherlich zumindest bis zu den Osterferien oder ein, zwei Wochen danach noch relativ hoch bleiben“, sagte er. Die Situation sei zwar schon deutlich besser geworden, „sie ist aber nicht komplett aufgelöst“.

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Anna Schughart

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Erkenntnis der Woche

Am 2. April gilt das neue Infektionsschutz­gesetz. Und das sorgt für reichlich Ärger. Denn es sieht nur noch Basisschutz­maßnahmen gegen das Coronavirus vor, in vielen Bereichen nicht einmal mehr eine Maskenpflicht. Die Länder können aber für ihr Land oder einzelne Landkreise schärfere Maßnahmen anordnen, wenn eine Überlastung des Gesundheitssystems droht. Das ist vielen Bundesländern jedoch als Kriterium zu ungenau. Daher haben einige Bundesländer beschlossen, die Hotspotregel nicht anzuwenden – sie haben Zweifel an der Rechtssicherheit und fürchten Klagen. Nach derzeitigem Stand werden nur zwei Bundesländer zu Hotspots: Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg.

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In allen anderen Bundesländern können Menschen künftig wieder beispielsweise ohne Maske einkaufen gehen. Prinzipiell könnten Händler zwar von ihrem Hausrecht Gebrauch machen und ein Maskentragen weiter vorschreiben. Doch: Ein Großteil dürfte wohl darauf verzichten. Das gaben große Ketten wie Ikea, Thalia oder Primark an. Sie wollen aber weiter das Tragen einer Maske empfehlen.

 

Pandemie in Zahlen

Die wichtigsten Corona-Zahlen, Stand 31.3.2022.

Die wichtigsten Corona-Zahlen, Stand 31.3.2022.

 

Alltagswissen

Kann ich trotz eines negativen Schnelltests ansteckend sein? Fällt der Test negativ aus, ist es weniger wahrscheinlich, unbewusst mit dem Coronavirus infiziert und in ebendiesem Moment ansteckend für andere zu sein. Zu 100 Prozent ausschließen kann ein Schnelltest eine Infektion aber nicht. Zum einen variieren Schnelltests unterschiedlicher Hersteller in ihrer Qualität. Zum anderen können Schnelltests eine Infektion nur dann detektieren, wenn zum Testzeitpunkt eine besonders hohe Viruslast im Nasen-Rachen-Raum besteht.

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Eine hohe Viruslast entwickelt sich in der Regel zu Beginn einer Infektion. Dabei kann man Symptome wie Husten, Kopfschmerzen und Schnupfen verspüren. Treten trotz negativen Ergebnisses Erkältungs­symptome auf, sei es erforderlich, den Hausarzt oder die Hausärztin zu kontaktieren. Dort wird entschieden, ob es zur Klärung des Verdachts einen PCR-Test braucht.

 

Zitat der Woche

Wir haben erst mit der Trompete gespielt, dann mit der Posaune, jetzt können wir auch noch mit der Basstuba spielen.

Winfried Kretschmann (Grüne),

Ministerpräsident Baden-Württembergs, über das Infektions­schutzgesetz

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Forschungsfortschritt

Mit einer besonderen ultravioletten Strahlung lassen sich Krankheitserreger in Innenräumen unschädlich machen – womöglich, ohne Anwesende zu gefährden. Einer Studie zufolge tötet sogenanntes Far-UV-C innerhalb weniger Minuten bis zu 98,4 Prozent der Krankheitserreger in einem Raum ab, auch Corona- und andere Viren. Dass UV-C-Strahlung in der eingesetzten Intensität tatsächlich nicht gefährlich für den Menschen ist, sehen Fachleute des Bundesamtes für Strahlenschutz allerdings als bisher nicht erwiesen an.

 

Pandemie im Ausland

Mitarbeiter in Schutzkleidung transportieren Warenlieferungen zu Anwohnern, deren Wohngebäude in Peking wegen Corona-Neuinfektionen abgeriegelt wurden.

Mitarbeiter in Schutzkleidung transportieren Warenlieferungen zu Anwohnern, deren Wohngebäude in Peking wegen Corona-Neuinfektionen abgeriegelt wurden.

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Es ist eine irre Behauptung, die in der vergangenen Woche in Chinas sozialen Netzwerken kursierte: „Studie beweist, dass das Coronavirus von einer US-Firma hergestellt wurde“, lautete die Nachricht. Ausgerechnet der Pharmakonzern Moderna soll hinter der Pandemie stecken. Bereits nach wenigen Stunden hatten 800 Millionen Chinesen und Chinesinnen auf die Schlagzeile geklickt, berichtet RND-China-Korrespondent Fabian Kretschmer. Es ist nicht das erste Mal, dass die Regierung in Peking und ihre medialen Handlanger Sündenbock­­erzählungen zum Coronavirus in Umlauf bringen. Und auch der Zeitpunkt ist alles andere als ein Zufall: Denn in der Volksrepublik kippt erstmals die Stimmung innerhalb der Bevölkerung. Der Widerstand gegen die strikten No-Covid-Maßnahmen wächst.

 

Was kommt

Sollte die zweite Booster-Impfung schon ab 60 Jahren empfohlen werden? (RND+) Dafür wirbt Bundesgesundheits­minister Karl Lauterbach (SPD). In Deutschland rät die Stiko bisher nur Menschen ab 70 Jahren, Bewohnern und Bewohnerinnen von Pflegeeinrichtungen sowie Menschen mit Immunschwäche ab fünf Jahren zu einer vierten Impfung. Lauterbach beruft sich bei seiner Empfehlung auf Daten von mehr als 560.000 Menschen zwischen 60 und 100 Jahre aus Israel. Sie zeigen: Die Sterblichkeit durch Covid-19 sei in der vierfach geimpften Gruppe um 78 Prozent verringert gewesen, verglichen mit der Gruppe der nur Geboosterten.

Doch die Unterschiede zwischen den verglichenen zwei Gruppen aus drei- beziehungsweise vierfach Geimpften seien nur minimal, schränkt der Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Immunologie, Reinhold Förster, ein. Ein generelles Absenken der Altersschwelle bei der Impfempfehlung sieht er daher als „momentan nicht angezeigt“.

 

Was die Pandemie leichter macht

Blaubeeren sind ein gesunder Snack für zwischendurch.

Blaubeeren sind ein gesunder Snack für zwischendurch.

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Wer schlank ist, is(s)t gesund? Forschende aus Skandinavien haben festgestellt: Für die Gesundheit ist die richtige Ernährung wichtiger, als wenig zu wiegen. Im Fokus ihrer Studie stand die sogenannte nordische Ernährungsweise.

RND-Autorin Anja Gribhofer hat sich angeschaut, was dabei auf den Tisch kommt: Zu den Grundnahrungs­mitteln der nordischen Ernährungsweise zählen Vollkorn­­getreide­sorten wie Roggen, Gerste und Hafer. Auf dem Speiseplan stehen zudem regionale Früchte wie etwa Blaubeeren, aber auch Erdbeeren. Beim Gemüse gibt es einen Schwerpunkt auf Wurzelgemüse wie Karotten und Kartoffeln, aber auch Kohl sowie Hülsenfrüchte landen häufig auf dem Tisch. Wie bei der Mittelmeerdiät wird auch bei der nordischen Ernährung empfohlen, nur wenig rotes Fleisch zu verzehren. Im Gegensatz dazu wird aber bei der nordischen Ernährungsweise das Rapsöl dem Olivenöl vorgezogen.

 

Was sonst noch wichtig ist

Mit Umweltschutz wird häufig die Reduktion von CO₂ und von Müll verbunden. Doch nicht nur Autos, Flugzeuge und Plastiktüten verschmutzen die Umwelt. Auch Lärm ist ein Problem. Unter Lärmverschmutzung versteht man einen erhöhten Lärmpegel in der natürlichen Umgebung, der sich auf Menschen und auch auf Tiere auswirkt und sie krank machen kann, erklärt Thea Schmidt. Wie lange jemand dem Lärm ausgesetzt sein muss, bis er krank werde, sei von Mensch zu Mensch unterschiedlich, sagt Jördis Wothge, die sich als Psychologin beim Umweltbundesamt mit dem Thema Lärm beschäftigt. „Lärm ist ein belastendes Geräusch, das Stress auslöst. Jedes einzige Mal macht das etwas Negatives mit uns – und auf lange Sicht ist der Lärm gesundheitsschädlich.“

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So groß wie heute war das Lärmproblem wohl nie zuvor. Die einzelnen Lärmquellen sind zwar über die Jahrzehnte leiser geworden – es gibt aber inzwischen mehr Quellen für Lärm. Kann daran die zunehmende Elektrifizierung des Verkehrs etwas ändern? Nicht unbedingt: Denn ab 30 Kilometern pro Stunde sind die Reifengeräusche ohnehin lauter als der Motor. Aber: „Wir alle können dazu beitragen, den Verkehr zu reduzieren“, sagt Wothge. „So lässt sich Klimaschutz mit Lärmschutz vereinbaren.“ Auch ein Tempolimit kann aus Sicht der Wissenschaft dazu beitragen, dass die Lärmbelastung abnimmt.

 

Falls Sie Anregungen oder Kritik haben, melden Sie sich gern direkt bei unserem Redaktionsteam: magazin@rnd.de. Wir freuen uns!

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