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Die Impfung befreit nicht von der Verantwortung

Um eine stärkere Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland zu verhindern, sind laut Robert Koch-Institut (RKI) Labortests auch bei Kindern und Geimpften mit leichten Symptomen wichtig.

Um eine stärkere Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland zu verhindern, sind laut Robert Koch-Institut (RKI) Labortests auch bei Kindern und Geimpften mit leichten Symptomen wichtig.

In der Corona-Pandemie mangelt es oft an Zwischentönen. Der Wunsch nach Klarheit ist verständlicherweise groß. Was am Ende dabei herauskommt, ist aber teilweise völlig verkürzt – und damit falsch. So ist es aktuell auch bei den Impfungen gegen Covid.

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Immer und immer wieder wird betont: Die Impfungen sind das wichtigste Mittel im Kampf gegen Corona. Ohne ausreichende Impfquote wird es kein Ende der Pandemie geben. Das ist zwar richtig, doch manche Menschen hören da: Impfung gut, alles gut. Wer vollständig geimpft ist, dem kann nichts passieren, der braucht sich um nichts zu sorgen. Für andere ist dagegen jeder Impfdurchbruch, jeder Mensch, der sich trotz vollem Impfschutz infiziert, ein Beweis dafür, dass die Impfungen sowieso nichts nutzen. Beide Haltungen sind falsch und beide tragen, mehr oder weniger dazu bei, dass wir uns auch in der vierten Welle Sorgen machen müssen.

Auch Geimpfte können andere Menschen anstecken

Die Impfung ist vor allem ein Selbstschutz. Sie ist wichtig, um gerade bei Infektionen mit Virusvarianten wie Delta zu verhindern, dass Menschen schwer erkranken. Sie ist keine Garantie dafür, dass Menschen, die geimpft sind, nicht auch an Covid-19 erkranken können. In Deutschland gab es laut dem Robert Koch-Institut bisher rund 11.000 Impfdurchbrüche. Das sind sehr wenige Menschen. Aber es ist eben nicht unmöglich, dass auch Geimpfte das Virus übertragen. Und deshalb tragen sie auch weiterhin Verantwortung für ihre Mitmenschen.

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Zu dieser Verantwortung gehört unter anderem, sich bei Symptomen testen zu lassen. Das RKI weist in seinem Covid-19-Wochenbericht vom Donnerstagabend darauf hin, dass die Zahl der PCR-Tests in Arztpraxen in den vergangenen Wochen stark gesunken ist. Das kann vielfältige Gründe haben. Aber der Gedanke „Ich bin geimpft, das ist bloß eine harmlose Erkältung“ sollte nicht dazu gehören. Um die Ausbreitung des Virus einzudämmen, bleibt der PCR-Test auch bei Geimpften oder Kindern weiterhin wichtig. Das sollten auch die Ärzte und Ärztinnen beherzigen.

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