Deutschland unterstützt Afrika mit 1,4 Millionen Corona-Tests

  • In Afrika sind über 870.000 Menschen mit Corona infiziert.
  • Am schwersten betroffen ist Südafrika, dennoch wird in dem Land viel zu wenig auf das Virus getestet.
  • Auf 100 Einwohner kommen teils nur 1,27 Tests - in Deutschland liegt der Wert bei 88,55.
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Berlin. Die Bundesregierung stellt der Afrikanischen Union (AU) zur Bekämpfung des Coronavirus in Afrika 1,4 Millionen Tests zur Verfügung. Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) sagte am Mittwoch in Berlin, die Pandemie könne nur weltweit besiegt werden oder gar nicht. In Afrika werden aktuell pro Tag etwa 20.000 Neuinfektionen gemeldet - doppelt so viel wie vor einem Monat. Am schwersten betroffen ist Südafrika. Es liegt weltweit auf Platz fünf der Länder mit den meisten Fällen.

Teilweise nur 1,27 Test pro 1000 Einwohner

Viele Länder testen noch nicht genug, was auch an einem Mangel an Tests liegt. Zum Vergleich: In Deutschland werden aktuell nach Daten der Universität Oxford 88,55 Corona-Tests pro 1000 Einwohner gemacht. In Südafrika sind es dagegen 46,04 Tests, in Kenia 4,85 und in Nigeria nur 1,27. Zudem haben viele afrikanische Staaten unterentwickelte Gesundheitssysteme.

Bislang wurden auf dem Kontinent nach Angaben der Gesundheitsorganisation Africa CDC mehr als 871.000 Fälle registriert. Mindestens 18.475 Menschen sind an oder mit dem Virus gestorben.

RND/dpa

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