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„Das sind keine Fake News“: Klinikchef berichtet über dramatische Situation auf der Intensivstation

  • Auf der Intensivstation des Leipziger Uniklinikums werden zurzeit deutlich mehr Corona-Patienten behandelt als im Frühjahr.
  • Der Klinikchef berichtet in einem Interview von der Situation.
  • Für die Gegner der Corona-Regeln hat er eine deutliche Botschaft.
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Sebastian Stehr ist Direktor der Klinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie am Uniklinikum Leipzig. Dazu gehört auch die Covid-19-Intensivstation. In einem Interview mit der „Leipziger Volkszeitung“ (LVZ) beschreibt er eindringlich, wie dramatisch die Situation dort gerade ist.

16 Patienten würden dort behandelt, fast dreimal so viele wie in der ersten Welle der Corona-Pandemie im Frühjahr. Zehn der an Covid-19 Erkrankten würden künstlich beatmet, die Kapazitäten reichten dafür noch aus. Im Schnitt würden 30 Prozent der Intensivpatienten auf der Leipziger Intensivstation an den Folgen der Infektion mit dem Coronavirus sterben, berichtet Stehr im „LVZ“-Interview.

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Für Leipzig rechnet Stehr damit, dass der Höhepunkt der Zahlen in den nächsten zehn Tagen erreicht werden könnte. „Wenn die Maßnahmen greifen und die Bevölkerung sich an den Lockdown light hält, haben wir große Hoffnung, dass die Zahlen dann wieder sinken werden.“

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Danach gefragt, was er den Demonstranten von Querdenken sagen würde, die am Samstag in Leipzig protestieren wollen, antwortet der Klinikchef: „Wir haben hier schwerstkranke, auch junge Patienten, die an Corona erkrankt sind. Das sind keine Fake News.“

Das Personal arbeite Tag und Nacht, damit die Patienten bestmöglich versorgt würden. Aus seiner Sicht sollten sich Bürger an die Regeln und Empfehlungen der Fachleute halten: „Ich glaube ja auch einem Elektroingenieur, dass es unklug ist, eine Starkstromleitung anzufassen.“

pach/RND

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