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“Das ist einfach Pech”: Corona-Ausbruch in Pflegeheim nach erstem Impfdurchgang

  • Zu einem größeren Infektionsausbruch ist es in einem Pflegeheim in Thüringen gekommen.
  • Zuvor hatten die Bewohner die erste der beiden Corona-Impfungen bekommen.
  • Einen Zusammenhang gebe es aber nicht, sagt Amtsarzt Torsten Bossert.
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Schleiz. Nach dem ersten Durchgang der Corona-Impfung ist es in einem Pflegeheim im Ostthüringer Saale-Orla-Kreis zu einem größeren Infektionsausbruch gekommen. Einen Zusammenhang zwischen Impfung und Neuinfektionen verneinte Amtsarzt Torsten Bossert aber umgehend, wie das Landratsamt am Donnerstag mitteilte. „Dass die PCR-Tests durch die Impfung positiv ausfallen, ist aus biologischer Sicht ausgeschlossen. Dass es ausgerechnet in dem Zeitfenster zu einem Corona-Ausbruch kam, bevor ein wirksamer Impfschutz aufgebaut werden konnte, ist einfach Pech.“

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Aktuell werde in der Wissenschaft davon ausgegangen, dass es mindestens eine Woche, eher aber zehn bis 14 Tage dauert, bis der Körper auf die Impfung reagiert und eine erste Immunantwort ausbildet, erklärte der Amtsarzt. Der vollständige Impfschutz entwickele sich erst einige Tage nach der zweiten Impfung. Die ersten positiven Schnelltestergebnisse in der nun betroffenen Einrichtung seien am achten Tag nach der Impfung festgestellt worden.

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Gewisser Schutz aufgebaut?

Die Überprüfung mittels der zuverlässigeren PCR-Tests haben laut Bossert nun 24 Neuinfektionen in der Einrichtung bestätigt, die bisher coronafrei gehalten werden konnte. Die Bewohner, die sich aufgrund von Demenz bei gleichzeitig hohem Bewegungsdrang kaum voneinander isolieren ließen, habe sich das Virus offenbar schnell ausbreiten können.

Vergleichbare Fälle aus anderen Bundesländern ließen darauf hoffen, dass sich zumindest schon ein gewisser Schutz aufgebaut haben könnte, so dass die Betroffenen weniger schwer erkranken. Wie das Thüringer Landesamt für Verbraucherschutz betont habe, hänge das aber sowohl vom zeitlichen Abstand zwischen Impfung und Infektion als auch vom Immunsystem der Betroffenen ab.

RND/dpa

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