Covid-19: Mehr als fünf Millionen bestätigte Fälle weltweit

  • Über fünf Millionen Menschen haben laut JHU-Statistik inzwischen eine Covid-19-Infektion durchgemacht.
  • Deutschland zählt laut Meldedaten über 176.400 Corona-Nachweise.
  • Der auf sieben Tage geschätzte Reproduktionsfaktor des Robert-Koch-Instituts liegt derzeit unterhalb der kritischen Marke von 1.
Anzeige
Anzeige

Berlin. Über fünf Millionen bestätigte Covid-19-Fälle weltweit hat die Johns Hopkins Universität (JHU) inzwischen registriert (Stand: 21. Mai, 9.30 Uhr). 328.191 Todesfälle gibt es laut der Statistik, die Zahl der Genesenen wird auf 1.899.675 geschätzt. Die meisten registrierten Covid-19-Infizierten verzeichnen der JHU zufolge die USA (1.551.853), Russland (308.705) und Brasilien (291.579).

Die Webseite der Forscher der JHU wird regelmäßig mit eingehenden Daten aktualisiert und zeigt daher einen höheren Stand als die offiziellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). In manchen Fällen wurden die Zahlen zuletzt aber auch wieder nach unten korrigiert. Experten gehen in jedem Fall von einer hohen Dunkelziffer aus.

In Deutschland sind bis Mittwochabend über 176.400 Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden (Stand 20. Mai, 20.15 Uhr: mehr als 175.600 Infektionen). Mindestens 8117 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben (Stand 20.Mai, 20.15 Uhr: 8054). Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. Die Johns Hopkins Universität geht bereits von etwas höheren Fallzahlen aus und zählt 178.545 Infizierte, davon 157.916 Genesene und 8172 Tote (Stand Donnerstag, 9.30).

Reproduktionsfaktor in Deutschland unter kritischem Wert

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Mittwoch bei 0,88 (Datenstand 20.5., 0 Uhr). Das bedeutet, dass jeder Infizierte im Mittel etwas weniger als eine weitere Person ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Anzeige

Seit rund einer Woche gibt das RKI zudem ein sogenanntes 7-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 0,87 (20.5., 0 Uhr). Er zeigt das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen.

Hohe Covid-19-Fallzahlen in Bayern, NRW und Baden-Württemberg

Nach Angaben des RKI haben in Deutschland rund 156.900 Menschen die Infektion überstanden. Wie für andere Länder rechnen Experten auch in Deutschland mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle.

Besonders hohe Zahlen registrierter Infektionen haben den Statistiken der Bundesländer zufolge Bayern mit mehr als 46.000 nachgewiesenen Fällen und mindestens 2353 Toten, Nordrhein-Westfalen mit mehr als 36-700 Fällen und mindestens 1536 Toten sowie Baden-Württemberg mit mehr als 34.100 bestätigten Fällen und mindestens 1679 Toten.

Coronavirus: Immer informiert
Abonnieren Sie Updates für das Thema "Coronavirus" und wir benachrichtigen Sie bei neuen Entwicklungen

Die Uhrzeit, wann ein neuer Tagesstand gemeldet wird, variiert sowohl von Bundesland zu Bundesland als auch unter Umständen von Tag zu Tag. Gerechnet auf 100.000 Einwohner verzeichnet Bayern mit einem Wert von 352,4 die meisten Infektionen. Im Bundesschnitt waren es 212,2. Allerdings ist die Anzahl der erfolgten Tests pro 100.000 Einwohner in den Bundesländern unterschiedlich hoch.

Lokale Ausbrüche: Schlachthöfe, Pflege- und Flüchtlingsheime, Paketdienst

In den Landkreisen Coburg in Bayern, im Landkreis Greuz und Sonneberg wurden hohe Fallzahlen in Bezug auf 100.000 Einwohner registriert. Sie stehen laut RKI im Zusammenhang mit mehreren Ausbrüchen in medizinischen Einrichtungen und Pflegeeinrichtungen. Im Landkreis Straubing kam es zu einem Ausbruch in einem Schlachtbetrieb, ebenso im Landkreis Coesfeld.

Im Landkreis Osnabrück haben sich viele Mitarbeitern eines fleischverarbeitenden Betriebs infiziert. Im Landkreis Heinsberg kam es zu hohen Fallzahlen, weil sich Mitarbeiter eines Paketdienstes infizierten. Und im Landkreis Rhein-Sieg-Kreis kam es zu einem Covid-19-Ausbruch unter 312 Bewohnern eines Flüchtlingsheims. Die Zahl der Infizierten lag dort am Dienstag bei 165.

sbu/RND/dpa

  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen