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Coronavirus: Wie gefährlich ist die Lungenkrankheit?

Massenansammlungen von Menschen sollten in von Sars betroffenen Regionen gemieden werden.

Wochenlang war unklar, worum es sich bei der mysteriösen Lungenkrankheit handelt, mit der sich inzwischen 62 Menschen in China infiziert haben. Nun hat der Berliner Virusforscher Christian Drosten verkündet, was viele Forscher bereits vermutet hatten: Bei dem Erreger gebe es enge Verbindungen zum Sars-Virus. Dieser ist in Asien und auch in Europa bereits bekannt.

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Britische Forscher bezweifeln Zahlen

Derweil bezweifeln britische Forscher nach Angaben des „Spiegel“ die offiziellen Angaben zur Zahl der Infektionen. In einer eigenen Studie sprechen die Wissenschaftler des Imperial College London von 1700 Infizierten. Sie fordern, „dass alle Krankenhauspatienten mit Lungenentzündung und Atemwegserkrankungen in der Wuhan-Region und in anderen gut angebundenen chinesischen Städten überprüft werden sollten“. Bisher wurden in Wuhan, wo das Virus offenbar erstmals auftrat, 62 Fälle dokumentiert. Zwei Männer starben und acht Personen schweben in Lebensgefahr.

Die Behörden fürchten eine weitere Ausbreitung des Virus durch die aktuelle Reisewelle zum chinesischen Neujahrsfest. Millionen Chinesen sind dieser Tage quer durch das Land unterwegs zu ihren Familien, um gemeinsam den Start des neuen Jahres nach dem Mondkalender zu feiern. Die chinesische Regierung will ein ähnliches Szenario wie bei der Sars-Pandemie 2002 und 2003 verhindern. Damals hatte sich die ebenfalls durch ein Coronavirus verursachte Atemwegserkrankung von Südchina aus auf mehr als zwei Dutzend Länder ausgebreitet. Mehr als 800 Menschen starben.

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Schnell erklärt: Das Coronavirus

In China breitet sich die von einem bislang unbekannten Virus verursachte Lungenkrankheit weiter aus, und die Suche nach einem Heilmittel läuft.

Erste Sars-Pandemie forderte Hunderte Todesopfer

Rund 8000 Menschen infizierten sich damals mit der hoch ansteckenden Lungenkrankheit, die meisten in China. In Taiwan, Singapur, Hongkong und Kanada gab es ebenfalls viele Fälle. Auch in Europa gab es einige Erkrankte. Allein in Deutschland wurden neun Fälle registriert, die aber alle geheilt werden konnten.

Coronavirus: Was wissen Forscher über den Sars-Erreger?

Das Hamburger Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin war damals an der Identifizierung des Erregers beteiligt. Das Ergebnis: Es handelte sich um ein bislang unbekanntes Coronavirus. Coronaviren gehören zu einer Erregergruppe, die besonders viele Varianten entwickeln kann.

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Dieses Foto des Centre for Disease Control and Prevention (KCDC) zeigt einen neuen Stamm des Coronavirus, der in der chinesischen Stadt Wuhan zahlreiche Menschen erkranken ließ.

Dieses Foto des Centre for Disease Control and Prevention (KCDC) zeigt einen neuen Stamm des Coronavirus, der in der chinesischen Stadt Wuhan zahlreiche Menschen erkranken ließ.

Bei einer Untersuchung der Gensequenzen vermuteten Wissenschaftler damals, dass entweder ein bereits existierendes Coronavirus mutiert oder aber von einem Tier auf den Menschen übergesprungen ist. Ähnliches wird beim derzeitigen Ausbruch vermutet. Auch hier könnten sich Coronaviren neuartig entwickelt haben und auf den Menschen übergegangen sein. Als Ursprungsort der Krankheit wird der Huanan-Markt in der chinesischen Provinz Wuhan vermutet. Dort werden Wildtiere lebend oder ganz frisch geschlachtet verkauft.

Coronavirus: Das sind die Symptome beim Menschen

Es wird vermutet, dass das Virus bis zu 24 Stunden außerhalb des menschlichen Körpers überlebt. Übertragen wird Sars direkt durch Tröpfcheninfektion über engen Kontakt zu hustenden und niesenden Infizierten. Die Inkubationszeit beträgt laut WHO zwei Tage bis eine Woche.

Der Krankheitsverlauf ähnelt Grippesymptomen. Husten, Kurzatmigkeit, Kopfschmerzen und Halsschmerzen gehen mit hohem Fieber über 38 Grad einher. Stellt der Arzt zudem fest, dass beide Lungenflügel entzündet sind, ist eine Erkrankung wahrscheinlich.

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Wie wird Sars therapiert?

Behandeln im eigentlichen Sinne kann man die Lungenkrankheit nicht, auch eine Impfung gibt es nicht. Allerdings können die Begleiterscheinungen gemildert werden, etwa durch die Einnahme bestimmter Antibiotika. Beim damaligen Ausbruch wurden Patienten wegen der hohen Ansteckungsgefahr isoliert.

Auch ein Verdacht kann schon problematisch sein: Nach einem Sars-Verdacht in Deutschland wurden beispielsweise 45 Menschen unter Quarantäne gestellt, weil sie Kontakt mit einem Erkrankten hatten.

Welche Schutzmaßnahmen kann ich treffen?

Massenansammlungen von Menschen sollten in von Sars betroffenen Regionen gemieden werden, ebenso wie der enge Kontakt zu eventuell erkrankten Personen. Nach dem Essen und der Benutzung der Toilette sollten die Hände, wie sonst auch, gründlich gewaschen werden. In öffentlichen Verkehrsmitteln kann eine Atemschutzmaske getragen werden.

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