• Startseite
  • Gesundheit
  • Coronavirus: USA und Australien verhängen Einreiseverbot für China-Reisende

Coronavirus: USA und Australien verhängen Einreiseverbot für China-Reisende

  • Wer sich derzeit in China aufhält, darf neuerdings bei der Ausreise nicht mehr direkt in die USA oder Australien einreisen.
  • Die chinesische Regierung kritisierte diese Maßnahme als “schlechtes Beispiel”.
  • Zumal die Weltgesundheitsorganisation von Reisebeschränkungen wegen des Coronavirus absehe.
|
Anzeige
Anzeige

Peking. Die US-Regierung hat einen Einreisestopp für ausländische Reisende aus China verfügt - mit Ausnahme der Angehörigen von US-Staatsbürgern. Der von US-Präsident Donald Trump erlassene Bann gilt von Sonntag (23.00 Uhr MEZ) an. Die Regierung argumentiert, dass damit die Ansteckungsgefahr minimiert werden könne.

US-Staatsbürger, die in den 14 Tagen zuvor in der schwer betroffenen Region Wuhan oder der umliegenden Provinz Hubei waren, müssen für bis zu zwei Wochen in Quarantäne. Amerikaner, die in anderen Teilen Chinas waren, sollen sich selbst für zwei Wochen isolieren. Bislang gibt es sechs Coronavirus-Fälle in den USA.

Auch Australien hat am Samstag zu sofort ein Einreiseverbot für Reisende aus China verhängt. Ihnen wird nicht erlaubt, Australien innerhalb von 14 Tagen zu betreten - ab dem Zeitpunkt, an dem sie China verlassen haben. Ausgenommen davon seien australische Staatsbürger, Menschen mit einer ständigen Aufenthalsgenehmigung und deren Angehörige, heißt es in einer Mitteilung des australischen Außenministeriums.

China übt scharfe Kritik an den USA

Anzeige

China hat die USA scharf wegen ihres Coronavirus-Einreiseverbots für Chinesen und andere Staatsangehörige kritisiert, die aus China kommen. "Es ist mit Sicherheit keine Geste des guten Willens", sagte Außenamtssprecherin Hua Chunying am Samstag in Peking. Während die Weltgesundheitsorganisation (WHO) von Reisebeschränkungen wegen der Lungenkrankheit abrate, gingen die USA in die entgegengesetzte Richtung und setzten ein "schlechtes Beispiel".

Viele Länder hätten China ihre Hilfe im Kampf gegen das Coronavirus angeboten, sagte die Sprecherin. Sie verwies auf die Redensart "In der Not erkennt man seine Freunde". Doch was die USA täten und sagten, basiere weder auf Fakten noch sei es zu dieser Zeit besonders hilfreich.

Anzeige

mit dpa

  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen