Coronavirus und Lungenerkrankung bekommen neuen Namen - warum?

  • Die neuartige Lungenerkrankung aus China hat einen eigenen Namen bekommen.
  • Die WHO gibt bekannt: Die Krankheit heißt nun Covid-19.
  • Zugleich erhielt auch das Coronavirus einen eigenen Namen.
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Die neuartige Lungenerkrankung aus China hat jetzt einen eigenen Namen. Sie werde nun Covid-19 genannt, sagte der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, am Dienstag in Genf. Covid steht für „COrona VIrus Disease“. Zugleich erhielt auch das zunächst vorläufig 2019-nCoV genannte neue Coronavirus eine eigene Bezeichnung: Sars-CoV-2.

Warum gibt es neue Namen für Coronavirus und neuartige Lungenerkrankung?

Bislang war vom neuartigen Coronavirus oder auch der mysteriösen Lungenkrankheit die Rede. Die Weltgesundheitsorganisation behalf sich für einige Zeit mit der vorläufigen Bezeichnung "2019-nCoV". Jetzt haben sich Wissenschaftler auf einen offiziellen Namen für das neue Coronavirus geeinigt: Sars-CoV-2.

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Enge Verwandtschaft zum Sars-Virus

Der Namensgeber des Erregers, die Coronavirus-Studiengruppe des Internationalen Komitees zur Taxonomie von Viren (International Committee on Taxonomy of Viruses) bezieht sich mit dem Namen Sars-CoV-2 auf die sehr enge Verwandtschaft zum Sars-Virus Sars-CoV, an dem 2002/2003 Hunderte Menschen gestorben waren. Die Viren sind Experten zufolge Varianten ein und derselben Virusart.

Der zunächst vorläufig 2019-nCoV genannte Erreger Sars-CoV-2 zählt zu den Coronaviren. Sieben Vertreter dieser Gruppe verursachen beim Menschen Atemwegserkrankungen. Von dreien – Sars-CoV-2 eingerechnet – ist bekannt, dass sie mitunter schwere Symptome auslösen. Beim ebenfalls aus China stammenden Sars-Virus wurden 2002/2003 rund 8000 Fälle bekannt, etwa 800 Menschen starben.

Sars steht für „Schweres Akutes Atemwegssyndrom“. 2012 tauchte in Vorderasien das Virus Mers-CoV auf. Mers steht für „Middle East Respiratory Syndrome“. Dieses Coronavirus ist weniger ansteckend, aber aggressiver: Von rund 2500 Infizierten bis Ende 2019 starben über 860 – etwa jeder dritte.

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Name des Virus wird jetzt auch von der Fachwelt benutzt

Der von der Studiengruppe genannte neue Name Sars-CoV-2 sei maßgeblich für die künftige wissenschaftliche Bezeichnung auch in Studien, sagte John Ziebuhr von der Universität Gießen. Er ist einer der Hauptautoren des Fachartikels zur Namengebung, der zunächst auf dem Server BioRxiv veröffentlicht wurde.

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Der Chef der WHO rief die Welt zur Solidarität auf. „Es geht jetzt nicht um Publikationen, Patente und Profite“, sagte Ghebreyesus am Dienstag zum Auftakt eines Expertengipfels in Genf, bei dem auch die neuen Namen bekannt gegeben wurden. „Jetzt geht es darum, den Ausbruch zu stoppen und Leben zu retten. Mit Ihrer Unterstützung können wir das hinbekommen.“ In Genf tagen bis Mittwoch Experten aus aller Welt, um die Erforschung des Virus voranzubringen und möglichst die Grundlage zur Entwicklung eines Impfstoffs zu legen.

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