Coronavirus-Spekulationen um slowakischen Regierungschef zurückgewiesen

  • Peter Pellegrini wurde wegen einer Atemwegsinfektion und hohem Fieber ins Krankenhaus eingewiesen.
  • Die spanische Zeitung „ABC" hatte gemutmaßt, dass sich der slowakische Regierungschef mit Covid-19 infiziert haben könnte.
  • Inzwischen wurde Pellegrini bereits wieder aus dem Krankenhaus entlassen.
Anzeige
Anzeige

Bratislava. Der slowakische Regierungschef Peter Pellegrini hat Spekulationen zurückgewiesen, er sei am neuartigen Coronavirus erkrankt. „Das ist völliger Unsinn", erklärte der 44-Jährige laut Medienberichten vom Dienstag. Anderslautende Tweets seien „Falschmeldungen”.

Der Sozialdemokrat war am Wochenende mit einer Atemwegsinfektion und hohem Fieber ins Krankenhaus gebracht worden. Sein Gesundheitszustand scheint sich zwischenzeitlich gebessert zu haben. Am Dienstag wurde er wieder aus dem Krankenhaus entlassen, wie eine Sprecherin bestätigte. Über die sozialen Medien kündigte Pellegrini seine Teilnahme an einer Fernsehdebatte am Dienstagabend an. Für Mittwoch ist zudem ein Besuch beim neuen russischen Regierungschef Michail Mischustin in Moskau geplant.

Pellegrini unmittelbar zuvor bei EU-Gipfel in Brüssel

Weiterlesen nach der Anzeige
Anzeige

Zuvor hatte die spanische Zeitung „ABC" spekuliert, Pellegrini könnte an Covid-19 erkrankt sein. Sie verwies darauf, dass er noch am vorigen Donnerstag und Freitag am EU-Gipfel in Brüssel teilgenommen hatte. Sollte sich eine Erkrankung bestätigen, müssten alle EU-Staats- und Regierungschefs eine zweiwöchige freiwillige Quarantäne in Betracht ziehen, forderte das Blatt aus Madrid.

Der Krankenhausaufenthalt kommt für Pellegrini zur Unzeit, denn sein Land steht unmittelbar vor einer Parlamentswahl. Die mehr als vier Millionen Berechtigten in der Slowakei sind aufgerufen, am Samstag einen neuen Nationalrat zu bestimmen. Es wird mit einem knappen Ausgang gerechnet. Pellegrinis Smer-Partei kommt einer aktuellen Umfrage zufolge nur noch auf 16,9 Prozent, dicht gefolgt von der konservativen Oppositionspartei Olano mit 15,5 Prozent und der rechtsradikalen LSNS mit 10,3 Prozent.

RND/dpa

  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen