Coronavirus: Diese Regeln gelten für Beerdigungen und Gedenkfeiern

  • Das geltende Kontaktverbot macht auch vor Trauerhallen nicht Halt.
  • Beisetzungen sind nur im kleinstmöglichen Rahmen erlaubt.
  • Für manche Angehörige ein zusätzlicher Schmerz - doch es gibt Optionen.
Anzeige
Anzeige

Düsseldorf/München. Beerdigungen an der frischen Luft sind im engsten Familienkreis trotz des geltenden Kontaktverbots weiterhin möglich. Trauerfeiern mit Reden und Musik aber dürfen nicht stattfinden. Der Abschied von Verstorbenen kann wegen der Corona-Krise womöglich nicht so ablaufen, wie Hinterbliebene sich das gewünscht haben – das kann belastend sein. Ist die Verschiebung von Beerdigung und Trauerfeier eine Option?

Ja, aber es gibt Grenzen. "Man muss die Bestattungsfristen der Landesgesetze beachten", erklärt Elke Herrnberger, vom Bundesverband Deutscher Bestatter. Diese variierten bei Erdbestattungen von zwei bis maximal zehn Tage nach dem Tod. "Bei Urnenbestattungen kann man auch noch mehrere Wochen nach dem Tod bestatten. Unter gewissen Umständen lassen sich die Fristen verlängern." Darum kümmere sich das Bestattungsunternehmen.

Video
Coronavirus: Diese Maßnahmen schützen mich
0:55 min
Um eine zweite Ansteckungswelle in Deutschland zu vermeiden, sind einige Verhaltens- und Hygieneregeln zu beachten.  © RND

Keine Extrakosten bei späterer Gedenkfeier

Der Bestatter wäre auch für die Organisation zuständig, wenn eine Gedenkfeier später stattfinden soll. Diesen Termin könne man aber nur perspektivisch festlegen, weil niemand wisse, wie es mit der Corona-Krise weitergehe, gibt Herrnberger zu bedenken.

Extrakosten für eine spätere Gedenkfeier müssen Angehörige wohl nicht fürchten, erklärt Nicole Rinder, die Leiterin des Bestattungsinstituts Aetas in München. "Wenn die Feier zum aktuellen Zeitpunkt entfällt, wird ja keine Halle benutzt oder Ähnliches. Dann fallen für die Feier selbst keine Kosten an, sondern sie verschiebt sich einfach nur."

Anzeige
Coronavirus: Immer informiert
Abonnieren Sie Updates für das Thema "Coronavirus" und wir benachrichtigen Sie bei neuen Entwicklungen

RND/dpa

  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen