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  • Corona: Wo stecken sich die meisten Deutschen an? Kosovo, Türkei und Kroatien in RKI-Liste oben

Kosovo, Türkei, Kroatien – RKI-Liste zeigt, in welchen Ländern sich die meisten Deutschen anstecken

  • Geht es nach einer neuen Liste des Robert-Koch-Instituts (RKI), stecken sich immer mehr Deutsche bei ihren Reisen ins Ausland an.
  • Dabei scheint es, dass vor allem Balkan-Länder und die Türkei als möglicher Ansteckungsort infrage kommt.
  • Ein Land liegt dabei deutlich in Front.
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Berlin. Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 966 neue Corona-Infektionen gemeldet. Damit nähert sich die Zahl wieder der Marke von 1000 Neuinfektionen. Der Wert hatte in der vergangenen Woche bereits am Donnerstag, Freitag und Samstag über der Schwelle von 1000 gelegen – erstmals seit Anfang Mai wieder. Global betrachtet entwickelte sich die Zahl bekannter Corona-Fälle unterdessen zuletzt weit drastischer. Der Erreger Sars-CoV-2 kann die Erkrankung Covid-19 auslösen, die lebensgefährlich sein kann.

Dabei ist vor allem zu beachten, dass der Anteil derer, die sich im Ausland mit dem Virus angesteckt haben, zuletzt deutlich gestiegen ist. Waren vorletzte Woche noch 18 Prozent der neuen Corona-Fälle auf eine Infektion im Ausland zurückzuführen, waren es in der vergangenen Kalenderwoche bereits 31 Prozent (1777 Fälle).

Kosovo führt RKI-Liste an

Das RKI erhebt diese Zahl einmal in der Woche, stellt zudem eine Statistik über die Expositionsländer auf (immer basierend auf den vergangenen vier Wochen).

In der Liste der Länder, die vor allem als möglicher Ansteckungsherd gelten, liegt der Kosovo deutlich vorne (1096 Fälle). Gefolgt von der Türkei (501), Kroatien (260) und Serbien (196).

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Reiserückkehrer finden Testpflicht sinnvoll
2:03 min
Seit Samstag müssen Personen, die aus Risikogebieten zurückreisen einen Corona-Test machen.  © Reuters

R-Wert in Deutschland bei 0,97

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Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen mit Datenstand 11.8., 0 Uhr, in Deutschland bei 0,97 (Vortag: 1,09). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel mehr als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Der Höhepunkt bei den täglich gemeldeten Neuansteckungen hatte Anfang April bei mehr als 6000 gelegen. Die Zahl war seit Mai in der Tendenz gesunken, seit Ende Juli steigt sie wieder. Als Ursache für den Anstieg hatte RKI-Präsident Lothar Wieler Nachlässigkeit bei der Einhaltung der Verhaltensregeln genannt.

Anders als Mitte Juni, als es beispielsweise beim Schlachtbetrieb Tönnies in Nordrhein-Westfalen einen großen Corona-Ausbruch gab, ist der derzeitige Anstieg nicht hauptsächlich auf einzelne Brennpunkte zurückzuführen. Experten fürchten eine solche Entwicklung, weil sie sich nicht mit einigen wenigen harten Maßnahmen eindämmen lässt.

RND/mrz/dpa

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