Weltärztepräsident warnt vor zu schnellen Lockerungen – „brandgefährlich“

  • Aufgrund steigender Neuinfektionen warnt Weltärztepräsident Frank Ulrich Montgomery vor übereilten Öffnungsschritten.
  • Das sei „brandgefährlich“ und das Risiko einer vierten Welle wachse.
  • Montgomery hält ein schrittweises und kontrolliertes Vorgehen für angebracht.
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Essen, Berlin. Montgomery hält ein schrittweises und kontrolliertes Vorgehen für angebracht.„Jetzt die Einschränkungen unserer Kontakte einfach fallen zu lassen und ‚alles zu öffnen‘ wäre brandgefährlich“, sagte Montgomery den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Dienstag). „Wer das tut, riskiert den Einstieg in die vierte Welle.“ Schon die kleineren Öffnungsschritte der vergangenen Wochen hätten die Inzidenzwerte anwachsen lassen. Die Zahl der Infizierten verdoppele sich momentan im Wochenrhythmus.

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Montgomery plädierte stattdessen für ein schrittweises und kontrolliertes Vorgehen. „Nicht gleich alles aufmachen – wie es in Großbritannien geplant ist – sondern nach und nach mehr Kontakte zulassen.“ In Innenräumen und überall, wo Mindestabstände nicht eingehalten werden können, sollten laut dem Chef des Weltärztebunds Abstandsregeln und Maskenpflicht erhalten bleiben.

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Auch letzten Sommer waren Zahlen „trügerisch“

Es seien hoffnungsfrohe Botschaften, dass die Therapien sich verbessert hätten, Intensivstationen mehr Erfahrung hätten und Geimpfte weniger schwere Verläufe erleben würde, sagte Montgomery weiter. „Aber vergessen wir nicht, wie trügerisch die Infektionszahlen im letzten Sommer daherkommen und welche destruktive Kraft das Virus danach entwickelte.“

An die Bürger und Bürgerinnen appellierte Montgomery, aus eigenem Antrieb vorsichtig zu sein, auch wenn schon mehr erlaubt ist. „Wer einen weiteren totalen Lockdown verhindern möchte, wer unseren Kindern und Jugendlichen einen geregelten Schulbetrieb ermöglichen möchte, der wird sich freiwillig an diese Regeln halten – aus Vernunft“, sagte Montgomery.

RND/epd

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