Corona und die Weihnachtszeit: Infektiologe warnt vor erhöhter Ansteckungsgefahr

  • In der Weihnachtszeit könnte sich das Coronavirus verstärkt verbreiten.
  • Der Infektiologe Bernd Salzberger warnt vor Treffen und Reisen während der Feiertage und ruft zur Vernunft auf.
  • Mit Blick auf die Fortschritte bei der Impfstoffentwicklung äußerte sich der Infektiologe optimistisch.
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Berlin. Der Infektiologe Bernd Salzberger warnt davor, dass Weihnachtstreffen die Ausbreitung des Coronavirus verstärken könnten. Die vergangenen Jahre hätten gezeigt, dass die Feiertage ein Kick-Starter für die Influenza-Ausbreitung gewesen seien, sagte der Mediziner vom Universitätsklinikum Regensburg den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Die Leute reisen durch das ganze Bundesgebiet, mischen sich überall, man trifft in der Kneipe seine alten Klassenkameraden. Wenn wir Pech haben, könnte das mit Corona ähnlich sein.“ Er unterstrich, dass man im Dezember „kein normales Leben“ haben werde. „Das kann nicht sein und wäre nicht vernünftig.“

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10.824 neue Corona-Infektionen in Deutschland gemeldet
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Das Robert-Koch-Institut hat am Montagmorgen über 10.000 neue Coronavirus-Infektionen gemeldet.  © dpa

Zu früh, um sich auf den Impfstoff zu verlassen

Mit Blick auf Fortschritte bei der Impfstoffentwicklung äußerte Salzberger sich zugleich zuversichtlich: „Es wird besser. Jetzt gibt es eine Impfung, das ist der große Durchbruch.“ Die Daten seien ausgesprochen gut. „Natürlich wissen wir noch nicht, wie gut die Impfung in allen Altersgruppen ist. Dazu ist es zu früh, denn es sind vorläufige Ergebnisse. Aber man muss eines ganz klar sagen: Diese Ergebnisse zeigen uns, dass wir diese Infektion durch Impfungen verhüten können.“

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Das deutsche Unternehmen Biontech und der US-Pharmakonzern Pfizer hatten am vergangenen Montag als erste westliche Hersteller vielversprechende Daten aus ihren klinischen Tests vorgelegt. Demnach bietet ihr Impfstoff einen mehr als 90-prozentigen Schutz vor Covid-19. Die Unternehmen wollen dem Vernehmen nach noch diesen Monat bei der US-Lebens- und Arzneimittelbehörde FDA eine Notfallzulassung für den Impfstoff beantragen.

RND/dpa

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