Keine ganzen Schulklassen mehr in Quarantäne: Kassenärzte-Chef für NRW-Quarantäne-Regeln

  • Wenn ein Kind sich mit dem Coronavirus infiziert, muss bislang seine ganze Schulklasse für zwei Wochen in Quarantäne.
  • Das soll sich nun ändern: In Nordrhein-Westfalen muss künftig nur noch das infizierte Kind in Quarantäne.
  • Laut Kassenärzte-Chef Andreas Gassen sollte diese Regel deutschlandweit gelten.
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Düsseldorf. Für die geplanten Erleichterungen der Quarantäneregeln in Schulen bekommt die nordrhein-westfälische Landesregierung Zustimmung vom Chef der Kassenärztlichen Vereinigung. „NRW hat hier den richtigen Weg eingeschlagen: Wir begrüßen die Entscheidung, dass künftig nur noch das mit dem Coronavirus infizierte Kind in Quarantäne muss“, sagte Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) der Zeitung „Rheinische Post“ (Donnerstagsausgabe). Dieser Entschluss sei längst überfällig gewesen „und sollte auch von anderen Bundesländern übernommen werden“, sagte Gassen.

Die Kinder seien ohnehin die Leidtragenden der Pandemie. „Dass immer gleich ganze Schulklassen für zwei Wochen zu Hause bleiben müssen, ist nicht länger hinnehmbar“, sagte Gassen. „Die Folgen von langen Isolationszeiten und von Wechselunterricht sind für Kinder wohl viel schädlicher als mögliche Risiken durch Long-Covid-Symptome“, so der Mediziner.

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Einfachere Quarantäne-Regeln bei Corona-Fällen in Schulen

Nordrhein-Westfalen will künftig nur noch infizierte Kinder in Quarantäne schicken. Die notwendigen Erlasse und Verordnungen sollen demnach bis spätestens Ende der Woche ausgearbeitet und veröffentlicht werden.

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Die Gesundheitsminister der Länder und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatten sich am Montag für einfachere Quarantäne-Regeln bei Corona-Fällen in Schulen ausgesprochen. Grundsätzlich solle bei einem Fall nicht mehr für die gesamte Klasse Quarantäne angeordnet werden, heißt in einem Beschluss. Quarantäneanordnungen seien auf möglichst wenige Personen zu beschränken. Wie klein oder groß die betroffene Schülergruppe sein soll, die bei einem Corona-Fall in Quarantäne gehen müsste, war dabei offen gelassen worden.

RND/dpa

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