Corona und die WHO: Vier Impfstoff-Kandidaten gegen Covid-19

  • Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) macht in Sachen Coronavirus Druck.
  • Am Mittwochabend gab sie in Genf bekannt, dass es im Kampf gegen die Lungenkrankheit Covid-19 vier Kandidaten für einen Impfstoff gebe.
  • In drei bis vier Monaten könnten die ersten Tests an Menschen beginnen.
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Genf. Im Kampf gegen die neue Lungenkrankheit Covid-19 will die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Suche nach einem Impfstoff und wirksamen Medikamenten beschleunigen. Darauf hätten sich die 400 Fachleute geeinigt, die seit Dienstag in Genf tagten, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Mittwochabend in Genf.

Es gebe vier mögliche Kandidaten für einen Impfstoff, von denen sich hoffentlich zwei als vielversprechend herausstellen, sagte die Chefwissenschaftlerin der WHO, Soumya Swaminathan. Zu den drängendsten Aufgaben gehöre auch die Entwicklung einfacherer Tests zum Nachweis von Infektionen.

WHO-Chef kritisiert Stigmatisierung von Personen und Ländern

Tedros kritisierte, dass das aus Hongkong kommende Kreuzfahrtschiff "Westerdam" in mehreren Häfen in Asien nicht anlegen durfte, obwohl es keine Hinweise auf Infektionen an Bord gab. "Einzelpersonen oder Länder zu stigmatisieren kann unsere Arbeit nur behindern", sagte er. Die WHO werde zusammen mit der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation der UN an Regierungen appellieren, die freie Passage von Schiffen und die Rechte von Passagieren zu respektieren.

Nach Angaben von Swaminathan könnten schon in drei bis vier Monaten erste Impfstoff-Tests an Menschen beginnen. Ein zertifizierter Impfstoff für weitreichenden Einsatz stehe aber wahrscheinlich erst in 18 Monaten zur Verfügung. Mehrere bereits existierende Medikamente würden zur Zeit daraufhin geprüft, ob sie Covid-19-Kranken helfen können. Die WHO werde so schnell wie möglich Richtlinien dafür ausarbeiten.

RND/dpa