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Corona-Übertragung durch Klimaanlage und Ventilator: Worauf man im Sommer achten sollte

  • Bei steigenden Temperaturen sehnen sich viele nach Abkühlung durch Ventilatoren und Klimaanlagen.
  • Doch Lüftungsanlagen können Aerosole in Räumen verteilen und so das Coronavirus verbreiten.
  • Ein möglichst hoher Frischluftanteil und der Einbau eines Teilchenfilters können das Ansteckungsrisiko reduzieren.
Kristina Auer
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Berlin. Pralle Sonne, stehende Luft und steigende Temperaturen – wenn der Sommer so richtig in Fahrt kommt, sehnen sich viele nach einer Erfrischung. Gerade bei der Arbeit kann die Hitze zum anstrengenden Hindernis werden. Doch wer mit einer Klimaanalage oder Ventilatoren Abhilfe schaffen will, sollte wichtige Punkte beachten.

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Denn Geräte können feinste Flüssigkeitspartikel in Räumen verteilen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vermuten, dass gerade diese Aerosole bei der Verbreitung und Übertragung von Sars-CoV-2 eine große Rolle spielen. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) gibt auf ihrer Website deshalb Hinweise für den sicheren Umgang mit Klimaanlagen in der Pandemie.

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Frischluftanteil möglichst hoch einstellen

Laut Umweltbundesamt sei es „grundsätzlich denkbar, dass das Coronavirus durch Lüftungs- und Klimaanlagen weiterverbreitet werden könnte“, schreibt die BZgA. Bei zentralen Klima- und Lüftungsanlagen sei deshalb auf einen möglichst hohen Frischluft- und einen möglichst geringen Umluftanteil zu achten. „Je geringer der Umluftanteil einer solchen Anlage, desto geringer ist das Risiko einer Übertragung von Sars-CoV-2 über Aerosole“, so die Bundeszentrale.

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Außerdem sei die regelmäßige Wartung solcher zentraler Anlagen wichtig. So können Fehlströmungen verhindert werden, bei denen etwa abgesaugte Luft in andere Gebäudeteile gelangt oder Zu- und Abluft nicht klar voneinander getrennt sind.

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Wenn der Anteil der Frischluft in der Anlage nicht erhöht werden kann, empfiehlt die BZgA, zusätzlich zu lüften und einen Hochleistungsfilter für Schwebstoffe einzubauen. Die sogenannten Hepa-13- oder Hepa-14-Filter entfernen besonders wirksam kleinste Teilchen aus der Luft. Der Name steht für „High Efficiency Particulate Air“ – zu Deutsch: Luftfilter mit hoher Wirksamkeit gegen Teilchen.

Ventilatoren richtig positionieren

Bei dezentralen Klimaanlagen für einzelne Räume werden keine Aerosole in anderen Gebäudeteilen verteilt. Trotzdem weist die BZgA bei Lüftungssystemen in geschlossenen Räumen darauf hin, dass sich Aerosole durch die Luftströmungen schneller und gleichmäßiger verteilen. Deswegen sollte auch dort nach Möglichkeit zusätzlich gelüftet werden.

Dasselbe gilt für den Einsatz von Ventilatoren: In geschlossenen Räumen, in denen sich mehrere Personen aufhalten, sind sie keine gute Idee. Ganz auf sie verzichten muss man im Sommer aber nicht. Im Gegenteil: Wenn sie richtig positioniert werden, können sie sogar vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus schützen, rät ein Experte des SWR. Dazu sollte das Gerät an einem offenen Fenster aufgestellt werden. Zusätzlich ist darauf zu achten, dass eine Tür oder ein weiteres Fenster im Raum geöffnet ist. So kann ein Luftzug entstehen und die Raumluft wird ausgetauscht.

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