Corona: Tschechien muss aufholen und verlängert Impf-Intervall

  • Das tschechische Gesundheitsministerium teilt mit, das Intervall bei Pfizer/Biontech-Impfungen zu verlängern, von 21 auf 42 Tage.
  • Mit dem längeren Abstand sollen mehr Menschen „geschützt werden“, heißt es.
  • In Prag läuft es derzeit nur schleppend mit den Corona-Impfungen.
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Prag. Tschechien verlängert das Impf-Intervall beim Wirkstoff der Hersteller Pfizer und Biontech. Zwischen der ersten und der zweiten Dosis werde künftig ein Abstand von 42 Tagen liegen, teilte das Gesundheitsministerium in Prag am Dienstag mit. Dies ermögliche es, „mehr Menschen in kürzerer Zeit zu schützen“. Man müsse „keinerlei Befürchtungen“ haben. Die Änderung gelte ab sofort für alle, die sich neu für die Impfung registrieren.

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Bisher lag das Intervall bei drei Wochen. Die Europäische Arzneimittel-Agentur hatte Ende Januar empfohlen, die zweite Dosis des Pfizer-Biontech-Präparats innerhalb dieses Zeitraums zu verabreichen. Von einer Verlängerung der Zeitspanne wurde abgeraten. Der volle Schutz vor einer Corona-Infektion wird erst nach der zweiten Spritze erreicht.

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Inzidenz bei 450

Die Regierung in Prag steht seit längerem wegen des langsamen Tempos der Impfkampagne unter Druck. In dem EU-Mitgliedstaat mit 10,7 Millionen Einwohnern sind bisher rund 1,6 Millionen Impfstoff-Einzeldosen verabreicht worden. Das Land kämpft mit der dritten Corona-Welle. Nach Berechnungen steckten sich zuletzt innerhalb von sieben Tagen rund 450 Menschen je 100.000 Einwohner mit dem Virus Sars-CoV-2 an. In Deutschland liegt die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz derzeit bei 135,2.

RND/dpa

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