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Werden Reiserückkehrer zu früh getestet? Virologin für spätere Tests

  • Aktuell können sich Reiserückkehrer direkt nach der Ankunft in Deutschland testen lassen.
  • Aber ist das sinnvoll? Die Virologin Melanie Brinkmann sagt: Ein etwas späterer Test wäre besser.
  • Denn auch etwa auf dem Rückflug sind Infektionen noch möglich.
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Braunschweig. Die Virologin Melanie Brinkmann plädiert dafür, Reiserückkehrer aus Risikogebieten erst einige Tage nach der Ankunft in Deutschland auf mögliche Corona-Infektionen zu testen. "Aktuell kann es sein, dass sich Menschen noch auf dem Rückflug oder im Öffentlichen Nahverkehr vom Flughafen nach Hause anstecken", sagte die Arbeitsgruppenleiterin des Helmholtz Zentrum für Infektionsforschung und Professorin an der TU Braunschweig der "Braunschweiger Zeitung" (Samstag).

Die Aussagekraft eines Abstrichs vor Abreise am Urlaubsort sei begrenzt und könne falsche Sicherheit vortäuschen, mahnte Brinkmann. Um Klarheit zu erhalten, sei zudem eine bis zu siebentägige Pflicht-Quarantäne sinnvoll.

Zwischen Infektion und Nachweisbarkeit vergehen einige Tage

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Damit unterstützt Brinkmann Forderungen von Hamburgs Erstem Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD). Dieser hatte in einer Fernsehsendung kritisiert, dass eine Testung von Rückkehrern unmittelbar vor der Einreise nicht hinreichend berücksichtige, dass zwischen einer Corona-Infektion und ihrer Nachweisbarkeit oft einige Tage vergingen. Tschentscher hatte angekündigt, beim nächsten Treffen der Ministerpräsidenten mit der Bundeskanzlerin in der kommenden Woche die aus seiner Sicht falsche Coronatest-Praxis ansprechen zu wollen.

RND/epd

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