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  • Corona-Tests für alle: Ärztepräsident rät ab - Kapazitäten sind wichtig für Verdachtsfälle, Risikogruppen und Klinikpatienten

Corona-Tests für alle? Ärztepräsident rät ab

  • Die Ankündigung des bayerischen Ministerpräsidenten, wonach sich auch symptomfreie Menschen in Bayern auf das Coronavirus testen lassen können, hat eine Debatte ausgelöst.
  • Der Ärztepräsident Klaus Reinhardt rät davon ab, da die Kapazitäten wichtig für Verdachtsfälle, Risikogruppen und Klinikpatienten seien.
  • Aus Sicht der Hausärzte sollte es bei den Tests eine bundesweit einheitliche Regelung geben.
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Düsseldorf. Die Ankündigung des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU), wonach sich auch symptomfreie Menschen in Bayern auf das Coronavirus testen lassen können, hat eine kontroverse Debatte über den Sinn der Maßnahme ausgelöst. Aus Sicht der Hausärzte sollte es bei den Tests eine bundesweit einheitliche Regelung geben. “Momentan herrscht in vielen Hausarztpraxen, also bei Hausärzten wie auch bei ihren Patienten, aufgrund des regionalen Flickenteppichs an sich ständig ändernden, zum Teil noch halbfertigen Regelungen große Verunsicherung”, sagte der Chef des Hausärzteverbandes, Ulrich Weigeldt, der Düsseldorfer “Rheinischen Post” (Dienstag).

Zugleich kritisierte Weigelt mangelnde Absprachen mit den Ärzten. Es wäre wünschenswert, wenn Sonderregelungen zuvor mit denjenigen beraten werden würden, die diese am Ende in ihren Praxen auch umsetzen sollten.

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Kapazitäten für Tests sind begrenzt

Auch Ärztepräsident Klaus Reinhardt rät von Corona-Tests für alle ab. "Wir sollten lieber einmal zu viel testen, als zu wenig. Trotzdem ist es wichtig, dass wir systematisch vorgehen", sagte Reinhardt der Zeitung und verwies auf die beschränkten Kapazitäten: "Wir brauchen die Testkapazitäten, damit für Verdachtsfälle, Risikogruppen und Klinikpatienten ausreichend Tests zur Verfügung stehen und vor allem eine schnelle Testauswertung möglich ist."

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Daneben seien Beschäftigte in der Patientenversorgung auf freiwilliger Basis in regelmäßigen und kurzen Intervallen zu testen. Der Präsident der Bundesärztekammer betonte: "Massentests für alle würden sicherlich interessante wissenschaftliche Erkenntnisse liefern, solange aber die Kapazitäten begrenzt sind, halte ich schnelle und gezielte Testungen von klar definierten Bevölkerungsgruppen für sinnvoller."

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Die Zahl der Tests wurde deutschlandweit bereits ausgeweitet. Während zu Beginn der Corona-Krise nur Menschen mit Symptomen oder direktem Kontakt zu Infizierten getestet wurden, können nach einer Verordnung des Bundesgesundheitsministeriums von vor drei Wochen auch Risikogruppen ohne Symptome getestet werden - etwa in Kliniken, Pflegeheimen, Schulen und Kitas.

RND/epd

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