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  • Corona-Test: Fehlerquote von 20 Prozent - nicht immer auf erstes Ergebnis verlassen

20 Prozent Fehlerquote: Nicht immer auf den ersten Corona-Test verlassen

  • Weltweit werden die Testkapazitäten für das Coronavirus ausgeweitet.
  • Doch wer ein negatives Ergebnis erhält, sollte sich nicht fälschlicherweise in Sicherheit wiegen – erst recht nicht, wenn er Kontakt zu einer positiv getesteten Person hatte.
  • Eine Studie der Johns-Hopkins-Universität hat ergeben, dass rund 20 Prozent der negativ getesteten Personen trotzdem infiziert sind.
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Nicht immer ist Verlass auf die Ergebnisse der Corona-Tests. Laut einer Studie, die in der Fachzeitschrift Annals of Internal Medicine erschienen ist, zeigen viele der Tests ein falsches Ergebnis. Die Süddeutsche Zeitung hatte darüber berichtet.

Infiziert trotz negativem Testergebnis

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Johns-Hopkins-Universität haben in einer Studie zur Zuverlässigkeit der Tests mehr als 1300 Patienten erneut auf das Coronavirus getestet, obwohl sie bereits ein Testverfahren durchlaufen haben. Dabei kam heraus, dass bei 20 Prozent der negativ getesteten Patientinnen und Patienten trotzdem eine Corona-Infektion vorlag, wie ein zweiter Test bestätigte. Wie hoch die Fehlerquote bei einem positiven Ergebnis ist, wurde in der Studie nicht untersucht.

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Zeitpunkt der Probe ist entscheidend

Eine weitere Erkenntnis der Studie war, dass der Zeitpunkt der Probe wichtig ist für die Genauigkeit der Ergebnisse. Die Sars-CoV-2-Viren waren in den ersten drei Tagen der Infektion kaum in den Proben vorhanden. Am vierten Tag nach Infektion waren zwei Drittel der Tests falsch, am fünften Tag etwa 40 Prozent. Erst danach stieg die Genauigkeit der Tests langsam an. Ab über einer Woche nach der Infektion nahm die Fehlerquote allerdings wieder zu.

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Immerhin kamen die Forscherinnen und Forscher zu dem Schluss, dass der beste Zeitpunkt für eine sichere Testung um den achten Tag nach Infektion liegt. Sie betonen aber auch: Wenn man einen begründeten Verdacht hat, sich infiziert zu haben, sollte man sich nicht unbedingt auf das erste Ergebnis verlassen. Das kann zum Beispiel der Fall sein, wenn man direkten Kontakt zu einer erkrankten Person hatte.

RND/tmo

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