Sterblichkeit bis Mitte April “über dem Durchschnitt”

  • Die Sterbefallzahlen liegen in Deutschland seit dem 23. März laut Statistik über dem Durchschnitt.
  • Die aktuelle Entwicklung sei “auffällig”, sagt das Statistische Bundesamt.
  • Normalerweise nehme die Anzahl der Todesfälle wegen dem Ende der Grippewelle eher ab.
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Wiesbaden. Während der Corona-Pandemie sind laut Statistischem Bundesamt überdurchschnittlich viele Menschen in Deutschland gestorben. Das geht aus einer am Freitag in Wiesbaden veröffentlichten Sonderauswertung hervor. Für die jüngeren Daten nutzen die Statistiker die Sterbefall-Meldungen der Standesämter. Derzeit liegen damit vorläufige Daten bis 12. April vor.

Demnach liegen die Sterbefallzahlen in Deutschland seit 23. März “über dem Durchschnitt der jeweiligen Kalenderwochen der Jahre 2016 bis 2019”. In der letzten Märzwoche seien mindestens 19.385 Menschen gestorben, zwischen 30. März und 5. April mindestens 20.207 und zwischen 6. und 12. April mindestens 19. 872.

Übersterblichkeit und Corona-Krise im Zusammenhang

Damit starben zwischen 6. und 12. April knapp 2000 Menschen beziehungsweise elf Prozent mehr als im vierjährigen Durchschnitt für diese Woche. Vergleicht man einzelne Jahre, waren es zwischen 6. und 12. April 18 Prozent mehr Tote als 2017 und 4 Prozent mehr als 2018.

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"Die aktuelle Entwicklung ist auffällig, weil die Sterbefallzahlen in dieser Jahreszeit aufgrund der ausklingenden Grippewelle üblicherweise von Woche zu Woche abnehmen", berichteten die Statistiker am Freitag. "Dies deutet auf eine Übersterblichkeit im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie hin."

RND/ dpa

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