Corona-Selbsttest: Verbraucherzentrale rät zur Vorsicht beim Kauf

  • Ab dem 12. März gibt es in vielen Drogerien und Apotheken Corona-Tests.
  • Aber nicht alle Tests sind auch für die Eigentestung vorgesehen, warnt nun die Verbraucherzentrale.
  • Bürgerinnen und Bürger sollten beim Kauf auf die Hinweise auf der Verpackung achten.
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Düsseldorf. Wer sich einen Corona-Selbsttest in Discountern, Drogerien oder Apotheken kauft, sollte nach Angaben der Verbraucherzentrale NRW die Ware genau prüfen. Bürgerinnen und Bürger sollten beim Kauf darauf achten, dass es sich tatsächlich um einen Test für die Eigenanwendung, also einen für Laien zugelassenen Test, handelt, teilte die Verbraucherzentrale am Dienstag in Düsseldorf mit. Bislang habe das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte sieben Corona-Tests zur Selbsttestung zugelassen.

Anders als die Schnelltests für die wöchentliche Bürgertestung, die nur von geschultem Personal durchgeführt werden dürfen, seien die Corona-Selbsttests aufgrund der leichten Handhabung für die Eigentestung zugelassen, hieß es. Da es sich bei den Tests um Medizinprodukte handelt, tragen sie auch eine CE-Kennzeichnung. Hinweise wie „Nur für medizinisches Personal geeignet“ oder „Testdurchführung nur durch medizinisches Fachpersonal“ weisen dagegen darauf hin, dass es sich nicht um einen Selbsttest handelt.

Ist der Corona-Test positiv, verschafft ein PCR-Test Klarheit

Bei den bisher zugelassenen Testkits für die Eigenanwendung ist ein Nasenabstrich vorgesehen. Die Abstriche können eigenständig aus der vorderen Nase entnommen werden, ein tiefes Eindringen in den Nasenrachenbereich ist nicht notwendig. Es ist davon auszugehen, dass auf absehbare Zeit auch Gurgel- oder Spucktests zugelassen werden.

Der Test weist das Virus-Protein im Sekret nach, sofern eine ausreichende Virusmenge vorhanden ist. Ist das Ergebnis positiv, erscheint nach rund 15 Minuten im Sichtfeld ein zweiter farbiger Strich, ähnlich wie bei einem Schwangerschaftstest. Ist der Test positiv, sollte ein PCR-Test zur Bestätigung durchgeführt werden, um das Ergebnis zu bestätigen.

Verbraucherschützer: Corona-Schnelltest nur Momentaufnahme

Wie alle Antigen-Schnelltests ist auch der Selbsttest nach Angaben der Verbraucherschützer nur eine Momentaufnahme. Schon am folgenden Tag kann der Gestetete Corona-positiv sein. Zudem haben diese Antigen-Schnelltests eine gewisse Fehlerrate, da eine größere Menge an Viren erforderlich ist, um ein positives Ergebnis anzuzeigen. Sie sind also nicht so zuverlässig wie ein PCR-Test.

RND/epd

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