Aldi, Rossman und Co. bieten Corona-Schnelltests an: Wo es sie ab Samstag zu kaufen gibt

  • Erste Corona-Tests zur Selbstanwendung sollen ab Samstag in Deutschland in Aldi-Filialen erhältlich sein.
  • Weitere Discounter und Drogerien haben ebenfalls angekündigt, Schnelltests für Laien ins Sortiment zu nehmen.
  • Auch Gratisschnelltests in Testzentren und Praxen könnten ab nächster Woche möglich werden.
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Mülheim. Erste Corona-Schnelltests zur Selbstanwendung sollen am Samstag in Deutschland in den freien Verkauf kommen. Aldi Nord und Aldi Süd kündigten am Mittwoch an, dass Kunden die in Deutschland produzierten Tests dann an der Kasse bekommen können. Zunächst ist die Abgabemenge auf eine Packung pro Kunde begrenzt. Eine Packung kostet rund 25 Euro. Sie enthält fünf Tests, deren Ergebnis nach dem Nasenabstrich in 15 Minuten vorliegen soll. Die Erkennungsrate liegt den Angaben zufolge bei 96 Prozent.

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Auch Discounter-Konkurrent Lidl und die Supermärkte von Rewe und Edeka haben das Thema auf dem Schirm. Die Drogeriemarktketten Rossmann und dm wollen mit dem Verkauf am nächsten Dienstag beginnen. Apotheken wollen die Produkte ebenfalls anbieten.

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Corona-Schnelltests für zu Hause – Wie geht das?
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Ab März bekommen alle Bürger in Deutschland ein Anrecht auf kostenlose Schnelltests.  © RND/Marc Mensing

Die nun ersten in Deutschland zugelassenen Selbsttests für Laien entsprechen von der Methode her grundsätzlich den bisherigen Antigen-Schnelltests: Anhand bestimmter Virusproteine wird über einen Teststreifen wie bei einem Schwangerschaftstest innerhalb weniger Minuten ein Ergebnis nachgewiesen. Zwei Striche bedeuten: Eine Person ist Sars-CoV-2-positiv. Ein Strich signalisiert ein negatives Testergebnis.

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Virologe Binder im Video: „Ich bin überrascht, dass die Schnelltest-Task-Force erst jetzt kommt“
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Im RND-Videointerview blickt Virologe Marco Binder nach dem Corona-Gipfel auf noch fehlende Schnelltests, womit weitere Öffnungen nicht umsetzbar scheinen.  © RND

Kostenlose Schnelltests in Testzentren und Praxen für alle

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Auch kostenlose Corona-Schnelltests, die geschultes Personal in Testzentren oder Praxen abnimmt, sollen für alle Bürger voraussichtlich von nächster Woche an möglich werden. Der Bund will ab dann die Kosten dafür übernehmen, wie die Deutsche Presse-Agentur am Mittwochabend aus mehreren Quellen aus den Beratungen von Bund und Ländern erfuhr. Die Länder sollen die Tests dann schnellstmöglich anbieten, auch mit einer Bescheinigung zum Ergebnis. Konkret soll mindestens ein Schnelltest unter Anleitung von Personal pro Woche möglich sein. Zudem soll nach den Plänen von Bund und Ländern eine gemeinsame Taskforce zur schnellen und günstigen Beschaffung von Tests eingerichtet werden. Die finale Entscheidung steht aber noch aus.

Grundsätzlich sollte das Ergebnis von Schnelltests nicht als individuelle medizinische Diagnose gewertet werden, sondern als zusätzliches Instrument zum schnellen Entdecken von akut Infizierten, damit sich diese schneller isolieren. „Ein positives Testergebnis bedarf zur Vermeidung falsch-positiver Befunde einer Nachtestung mittels PCR“, betont das RKI. Ein negatives Ergebnis im Antigentest schließe zudem eine Infektion nicht aus, insbesondere, wenn eine niedrige Viruslast vorliegt, wie zum Beispiel in der frühen Inkubationsphase oder ab der zweiten Woche nach Symptombeginn.

RND/sbu/dpa

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