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Drei Infektionen bei 1000 Testpersonen: Corona-Reihentest im Landkreis Aurich fällt gering aus

  • Der Landkreis Aurich und die Stadt Emden haben die Ergebnisse ihres Corona-Reihentests präsentiert.
  • Dabei sind unter 1000 medizinischen Fachkräften drei Corona-Infektionen festgestellt worden.
  • Ende Mai sollen 1000 Bürger auf den Sars-CoV-2-Erreger getestet werden.
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Aurich. Bei einem Corona-Reihentest von rund 1000 Menschen im Landkreis Aurich und in der Stadt Emden sind drei Infektionen mit dem Sars-CoV-2-Virus entdeckt worden. Dies teilte der Landkreissprecher am Freitag mit. Die betroffenen Menschen arbeiten demnach im medizinischen Bereich, keiner von ihnen hatte einen Hausarzt aufgesucht oder um einen Test gebeten.

Ergebnisse sind nur vorläufig

Mit den freiwilligen Tests wollte der Landkreis Hinweise darauf erhalten, wie verbreitet das Virus in der hiesigen Bevölkerung ist. Ein weiteres Ziel der nicht repräsentativen Studie war, herauszufinden, ob freiwillige Tests für Fachkräfte im medizinischen Bereich realisierbar sind. Der Großteil der freiwillig getesteten Frauen und Männer arbeitet in Pflegeeinrichtungen und Kliniken.

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Die beiden für die Studie verantwortlichen Ärzte verwiesen in einer Stellungnahme darauf, dass die Ergebnisse vorläufig seien und aufgearbeitet und abschließend bewertet werden müssten. Die niedrige Zahl an entdeckten Infektionen deute darauf hin, dass es möglicherweise keine kritische Häufung von unerkannten Fällen beim medizinischen Personal in Ostfriesland gebe.

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Zweite Testphase geplant

Vertreter des Landkreises Aurich und der Stadt Emden zeigten sich mit den Testergebnissen zufrieden. Sie seien eine gute Grundlage für politische Entscheidungen zu Kontaktbeschränkungen. Aber: „Die Zahlen sind so gut, weil die Regeln so gut waren und die Menschen sie befolgt haben“, sagte der Auricher Kreis-Gesundheitsdezernent Frank Puchert. Er warnte davor, die Gesamtlage zu positiv zu bewerten, denn die Corona-Krise sei noch längst nicht überwunden. Ihm zufolge ist entscheidend, wie sich die Lage zum Herbst hin entwickelt.

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Der Landkreis Aurich übernimmt die Kosten von rund 60.000 Euro für den Reihentest. Das Geld sei sinnvoll investiert, sagte Landrat Olaf Meinen (parteilos). Voraussichtlich für Ende Mai ist eine weitere Reihenuntersuchung geplant. Dann soll der Fokus nicht mehr auf risikobehafteten Bereichen wie Pflegeeinrichtungen und Kliniken liegen, sondern auf der Gesamtbevölkerung. Unter wissenschaftlicher Begleitung sollen rund 1000 Bürger getestet werden.

RND/lb/dpa

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