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Quarantäne: Wann gelten Corona-Infizierte wieder als gesund?

  • Wer sich mit Sars-CoV-2 infiziert, muss in Quarantäne - häuslich oder in der Klinik.
  • Das Robert-Koch-Institut hat Kriterien dafür festgelegt, wann Infizierte frühestens wieder entlassen werden können.
  • Dabei spielen die Symptome eine wichtige Rolle.
Ben Kendal
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Berlin. Die Zahl der Coronavirus-Infektionen steigt weltweit täglich weiter an. Infizierte begeben sich nach Vorgaben des Robert-Koch-Instituts in häusliche Quarantäne, bei schwereren Verläufen ins Krankenhaus. Dabei geht es auch darum, eine Weiterverbreitung des Virus zu verringern. Doch wann gilt ein Corona-Patient als genesen?

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Das neuartige Coronavirus hat Deutschland erreicht, doch es gibt viele Möglichkeiten, um sich vor dem Anstecken zu schützen.  © Ben Kendal/RND

Corona-Genesung: Robert-Koch-Institut legt Kriterien fest

Nach Definition des Robert-Koch-Instituts (RKI) gelten Corona-Infizierte frühestens vierzehn Tage nach Beginn ihrer Symptome als genesen. Außerdem müssen sie weitere Kriterien erfüllen:

  • Sie dürfen 48 Stunden lang keine Symptome wie Husten oder Fieber gehabt haben.
  • Im Abstand von 24 Stunden müssen zwei Untersuchungen auf das Virus negativ ausfallen. Bei den Abstrichen aus dem Nasenrachenraum dars Sars-CoV-2 also nicht nachweisbar sein.
  • Erst wenn diese Kriterien erfüllt sind, können nach RKI-Definition Isolierungsmaßnahmen zu Hause aufgehoben oder Patienten aus dem Krankenhaus entlassen werden. In einzelnen Fällen können diese Kriterien aber auch abweichen, informiert das RKI, jedoch nur in enger Absprache mit Klinik, Labor und Gesundheitsamt.

Quarantäne beenden: Kriterien vom RKI entwickelt

“Die Kriterien wurden auf Basis der Erkenntnisse vom Konsiliarlabor für Coronaviren (in der Charité in Berlin, Anm. d. Red.) entwickelt”, so eine Sprecherin des RKI. An der Entwicklung der Kriterien war unter anderem Clemens Wendtner, Chefarzt am Klinikum Schwabing in München beteiligt, der zusammen mit weiteren Experten Daten von Infizierten auswertete. Wendtner behandelte den ersten Coronavirus-Infizierten in Deutschland. Die Experten ermittelten, dass die infektiösen Viruspartikel nach durchschnittlich zehn Tagen in den Abstrichen nicht mehr nachweisbar waren, wird Wendtner in der “Zeit” zitiert.

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Corona-Mehrfachinfektion unwahrscheinlich - aber noch nicht ausgeschlossen

Eine Mehrfachinfektion ist laut den in Deutschland prominenten Virologen Christian Drosten und Alexander Kekulé unwahrscheinlich. “Wahrscheinlicher ist es, dass die Patienten sich nicht mehrfach infizierten, sondern das Virus die ganze Zeit in sich trugen und es eine Art zweite Ausbruchswelle gab”, erklärte Kekulé, Direktor des Instituts für Medizinische Mikrobiologie an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg in der Sendung “Hart aber fair”. Derzeit gehen Virologen davon aus, dass Patienten nach einer Infektion mit Sars-CoV-2 eine Immunität gegen das neuartige Coronavirus aufbauen - und dadurch zumindest für einige Zeit keine Neuinfektion möglich sei.

Ein Fall in Japan hatte zuvor für Verunsicherung gesorgt. Dort wurde vermeldet, dass Ende Februar eine Frau ein zweites Mal positiv auf das Virus getestet worden sein soll. “Mehrfachinfektionen – diese Frage können wir aktuell noch nicht beantworten”, erklärte Lothar Wieler, Leiter des Robert-Koch-Instituts während einer Pressekonferenz zur Lage. Die Frau aus Japan, die sich zweimal infiziert haben soll, könne aber auch ein Einzelfall sein, “vielleicht haben die Nachweismethoden nicht gegriffen.”

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