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Corona: Wie Sie sich auf Isolation und Quarantäne vorbereiten können

Wer sich mit Corona ansteckt, muss sich möglichst von anderen Menschen fernhalten.

Angesichts der aktuell stark steigenden Corona-Zahlen kann es sinnvoll sein, sich auf eine Isolation oder freiwillige Quarantäne vorzubereiten. Denn wer nach behördlicher Anordnung zu Hause bleiben muss, darf unter Umständen bis zu zehn Tage die Wohnung nicht verlassen. Was braucht man in dieser Zeit? Und welche Vorkehrungen können Sie schon jetzt treffen?

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„Mir ist natürlich klar, dass nichts von dem, was ich hier schreibe, wirklich neu für euch ist. Aber als ich vor sieben Wochen Corona hatte, hätte ich so was ziemlich gern gelesen“, schreibt der Autor Paul Bokowski vergangene Woche in einem Instagram-Post, der inzwischen mehr als 4.500 „Gefällt mir“-Angaben hat. Darin gibt der Autor Tipps wie diesen: „Deckt euch mit euren liebsten Lebensmitteln ein, mit euren Lieblingsgetränken, besorgt euch Gute-Laune-Snacks und Nervennahrung.“

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Vorräte kalkulieren und besorgen

Konkrete Tipps für einen sinnvollen Vorrat gibt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) auf seiner Website. Laut BKK sollten Menschen grundsätzlich auf Katastrophen oder eine häusliche Quarantäne vorbereitet sein – und Essen und Trinken für circa zehn Tage im Haus haben. Natürlich können Sie sich auch für einen längeren oder kürzeren Zeitraum bevorraten. Grundsätzlich ist schon ein Vorrat für drei Tage besser als gar keiner.

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Flüssigkeit ist essenziell: Für zehn Tage sollte man laut BKK mit 20 Litern pro Person rechnen – das sind zwei Liter Flüssigkeit pro Person und Tag. Darin ist jedoch bereits ein Anteil zum Kochen eingerechnet. Im Fall einer Quarantäne oder Isolation wegen Corona können Sie jedoch natürlich weiterhin mit Leitungswasser kochen.

In einer Checkliste vom BVV finden Sie genaue Mengenangaben, um den Lebensmittelvorrat ausgewogen zu gestalten. Auch auf dem Ernährungsvorsorgeportal der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) gibt es hilfreiche Tipps wie einen Vorratskalkulator, mit dem Sie den Lebensmittelbedarf für sich und Ihre Familie berechnen können. Denken Sie bei der Planung von Vorräten auch an Allergien und Lebensmittelunverträglichkeiten – und achten Sie auf die Haltbarkeit der Vorräte. Danach sollten Sie diese im Küchenregal auch sortieren, damit Sie den Überblick behalten.

Verzichten Sie außerdem auf Hamsterkäufe, sondern legen Sie Ihre Vorräte Schritt für Schritt an, zum Beispiel indem Sie von länger haltbaren Lebensmitteln wie Nudeln beim nächsten Einkauf einfach eine Packung mehr besorgen.

Müsliriegel und Essen „mit lustiger Konsistenz“

Twitter-Userin „Frau Lindhold“ sammelte Ende Dezember 2021 ihre Tipps für die Quarantäne in einem umfassenden Twitter-Thread, den mittlerweile mehr als 17.000 Menschen mit „Gefällt mir“ markiert haben. Sie sei zu krank gewesen um selbst zu kochen: „Ich war soooo stolz auf meine Vorräte und hab NICHTS davon verwenden können.“ Stattdessen habe sie Brot, Müsli oder Tiefkühlpizza gegessen. Sie habe auch mit vier bis fünf Litern am Tag weit mehr getrunken, als das BVV als Vorrat empfiehlt – vor allem Tee. Besonders der Verlust ihres Geruchs- und Geschmackssinns habe ihr zu schaffen gemacht, weshalb sie ihre Freundinnen und Freunde gebeten habe, Lebensmittel „mit interessanter Konsistenz“ einzukaufen: knuspriges Vollkornbrot, Müsli mit Nüssen oder Obst.

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Ansprechpersonen im Vorfeld klären

Klären Sie bestenfalls schon im Vorfeld ab, wer Sie im Fall einer häuslichen Quarantäne unterstützen kann: Wer kann für Sie Einkäufe erledigen und frische Lebensmittel besorgen? Wichtig: Wenn Menschen für Sie einkaufen, sollte die Übergabe kontaktlos sein und Körbe vor der Tür abgestellt werden. Für den Fall, dass Sie keinen direkten Zugang zu Ihrer Post haben, sollten Sie ebenfalls vorsorgen: Legen Sie Ihren Briefkastenschlüssel notfalls unter die Fußmatte im Flur – dort können Ihre Helferinnen und Helfer ihn dann einsammeln. Generell kann auch ein zweiter Schlüssel für die Haustür sinnvoll sein. Wenn Sie in einem Mehrfamilienhaus wohnen, dürfen Sie die Wohnung auch nicht verlassen, um den Müll herunterzubringen. Schaffen Sie am besten festere Müllbeutel an, die Sie im Notfall auch mal für einen Tag vor die Tür stellen könnten.

Benötigen Sie wichtige Unterlagen oder Medikamente? Wer könnte diese besorgen und welche Vollmachten müssten Sie dafür ausstellen? Nicht nur für sich selbst müssen diese Vorkehrungen getroffen werden, sondern auch für weitere Familienmitglieder, Kinder oder Haustiere. Vielleicht kümmern Sie sich schon jetzt um jemanden, der Ihr Haustier Gassi führen könnte, oder um ausreichend Beschäftigung für Ihre Kinder: Spiele, Puzzles oder Bücher können Sie zum Beispiel im Freundeskreis tauschen.

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Drogerieartikel und Hausapotheke nicht vergessen

Wenn Sie keine direkten Ansprechpartner haben, die Ihnen helfen könnten, können Portale für Nachbarschaftshilfe wie hilf-jetzt.de, nebenan.de oder quarantaenehelden.org weiterhelfen. Vielleicht können Sie sich schon im Vorfeld mit Menschen in Ihrer Nähe vernetzen und sich gegenseitig unterstützen.

Wenn Sie in einer Wohngemeinschaft leben, können Sie Pläne absprechen, wie Sie mit Quarantäneverordnungen umgehen. Sie sollten sich dann im Fall der Fälle von anderen Menschen im Haushalt fernhalten – insbesondere der positiven Person. In Gemeinschaftsräumen sollten zum Schutz aller medizinische Masken getragen werden, sodass es sinnvoll sein kann, im eigenen Zimmer einen Vorrat bereitzulegen. Auch Desinfektionsmittel und Selbsttests sollten genügend im Haus sein.

Und auch den Vorrat für Drogerieartikel und Medikamente sollten Sie im Blick behalten. Haben Sie genug Hygieneartikel wie Binden und Tampons, Windeln, Toilettenpapier und Taschentücher im Haus? Reicht das Waschmittel? Auch hier gilt: Sie brauchen keine panischen Hamsterkäufe zu erledigen, sondern bloß – wenn möglich – ausreichend auf Vorrat zu kaufen. Überlegen Sie sich eine Strategie, falls Sie einen Wäschekeller haben oder sonst nasse Kleidung auf dem Dachboden aufhängen. Für die Hausapotheke könnten Schmerzmittel, fiebersenkende Medikamente, Hustenlöser oder Nasentropfen sinnvoll sein. Auch ein Fieberthermometer sollte nicht fehlen.

Auch mentale Vorbereitung ist wichtig

Nicht zuletzt: Denken Sie auch an Ablenkungen und Zeitvertreib. Haben Sie genug Dinge im Haus, um sich und gegebenenfalls Ihre Partnerin, Ihren Partner oder Kinder und andere Mitbewohnende zu beschäftigen? Überlegen Sie sich im Vorfeld, wie Sie eine Quarantäne psychisch durchstehen, etwa indem Sie virtuell Kontakt zu Freundinnen und Freunden halten oder sich etwas Schönes für die Zeit nach der Isolation vornehmen.

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Für den Fall dass Sie selbst an Corona erkrankt sind, gilt: Ein großer Teil der Infektionen verläuft mild und kann wie andere Krankheiten zu Hause auskuriert werden. Hilfreiche Tipps finden Sie hier. Bei einer deutlichen Verschlimmerung der Symptome mit Atembeschwerden sollten alle Betroffenen – egal, ob jung oder alt, mit Vorerkrankungen oder ohne – grundsätzlich ihren Arzt oder ihre Ärztin anrufen oder bei Bedarf ein Krankenhaus aufsuchen.

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