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Corona-Prognosemodell: So könnte die Zahl der Intensivpatienten ohne Lockdown steigen

  • Ohne einen Lockdown könnte die Zahl der Covid-19-Intensivpatienten laut einem Prognosemodell um Tausende höher sein.
  • Demnach könnten deutsche Intensivstationen mit dem bisherigen Teil-Lockdown im Februar über 6000 Intensivpatienten registrieren.
  • Das Prognosemodell zeigt auch: Mit einem Lockdown könnte die Zahl der Intensivpatienten bis Ende Januar auf unter 2000 reduziert werden.
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Wenn es wie bisher nur einen Teil-Lockdown gäbe, könnte die Zahl der Covid-19-Intensivpatienten einer Modellrechnung zufolge in den nächsten Monaten stark steigen. Laut dem Prognosemodell der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen (RWTH) und der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) könnten deutsche Intensivstationen mit dem bisherigen Teil-Lockdown im Februar mehr als 6000 Intensivpatienten registrieren.

Das wären rund 1600 mehr Menschen als beim tatsächlichen Wert vom 11. Dezember.

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Modellrechnung: Möglicherweise deutlich weniger Intensivpatienten bei früherem Lockdown

Das Prognosemodell zeigt auch, welchen Einfluss ein härterer Lockdown auf die Zahl der Covid-19-Intensivpatienten haben könnte. Mit einem härteren Lockdown ab dem 14. Dezember könnte demnach die Zahl der Intensivpatienten bundesweit auf rund 1900 am 30. Januar 2021 reduziert werden.

Beginnt der Lockdown erst am 1. Januar, dann wären es mit schätzungsweise fast 5000 Intensivpatienten zum gleichen Zeitpunkt deutlich mehr. Die beiden Berechnungen enden jeweils mit dem 30. Januar 2021, weil nicht klar ist, wann ein härterer Lockdown enden würde. Mit dem bisherigen Teil-Lockdown würde Deutschland am 30. Januar etwa 5700 Covid-19-Patienten auf Intensivstationen verzeichnen, so die Prognose.

Intensivmediziner zu Berechnungen ohne härteren Lockdown: „Das ist enorm viel“

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Bei dem Prognosemodell wurde der sogenannte Weihnachtseffekt berücksichtigt, wonach die Infektionszahlen nach den Weihnachtsfeiertagen steigen könnten. Dabei erfolgte die Simulation des Effekts mithilfe von Daten von bereits bekannten Ereignissen wie Thanksgiving in den USA.

Intensivmediziner Christian Karagiannidis von der Divi sagte im Interview mit der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“, dass Weihnachten ähnliche Folgen haben könnte. Auch Daten aus Frankreich wurden demnach für das Modell hinzugenommen, da es dort einen relativ harten Lockdown mit Ausgangsperren gegeben hat. Karagiannidis sieht die prognostizierten mehr als 6000 Intensivpatienten im Februar kritisch: „Das ist enorm viel.“ Außerdem zählt das Modell nur die Patienten auf den Intensivstationen mit – es gibt somit noch andere Patienten in Intensivbehandlung.

RND/bk


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