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WHO-Chef warnt: Corona-Pandemie beschleunigt sich

Tedros Adhanom Ghebreyesus warnt davor, das Coronavirus zu unterschätzen.

Tedros Adhanom Ghebreyesus warnt davor, das Coronavirus zu unterschätzen.

Genf. Die Coronavirus-Pandemie ist trotz der Entspannung in Europa noch lange nicht vorbei, im Gegenteil. “Die Pandemie beschleunigt sich”, sagte der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, am Freitag in Genf in einem virtuellen Briefing.

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Innerhalb eines Tages seien der WHO mehr als 150.000 neue Infektionen gemeldet worden, so viele wie nie zuvor. Fast die Hälfte seien aus Nord-, Mittel- und Südamerika gemeldet worden, aber größere Zahlen seien auch aus Südasien und dem Nahen Osten gekommen.

Tedros mahnt zur Vorsicht

“Die Welt ist in einer neuen und gefährlichen Phase”, sagte Tedros. “Viele Menschen haben verständlicherweise die Nase voll davon, zu Hause zu sein. Länder wollen verständlicherweise Wirtschaft und Gesellschaftsleben wieder öffnen. Aber das Virus verbreitet sich schnell, es ist immer noch tödlich und die meisten Menschen können sich immer noch infizieren.”

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Tedros beschwor alle Menschen, weiter Distanz zu halten und die Hände häufig zu waschen sowie andere Hygienemaßnahmen umzusetzen. Alle Infektionen müssten aufgespürt und Betroffene isoliert werden.

WHO - Bis zu 40 Prozent der Ansteckungen durch Symptomlose

Auch Menschen ohne Krankheitssymptome können andere mit dem neuartigen Corona-Virus anstecken. Dies macht einen signifikanten Unterschied.

In anderer Hinsicht gibt es dagegen gute Nachrichten. Bis Ende des Jahres könnten nach Einschätzung der WHO ein oder zwei Impfstoffe gegen das Coronavirus vorliegen. Vorhersagen seien immer schwierig, aber wenn alles glatt laufe mit den derzeitigen Studien, könnten dann auch schon einige Hundert Millionen Impfdosen hergestellt sein, sagte die Chefwissenschaftlerin der WHO, Soumya Swaminathan, am Donnerstag in Genf.

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An rund 200 möglichen Impfstoffen werde zur Zeit geforscht, ein knappes Dutzend werde schon am Menschen getestet. “Selbst, wenn der erste oder zweite schließlich doch nicht hält, was er verspricht, sollten wir die Hoffnung nicht aufgeben”, sagte Swaminathan.

RND/dpa

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