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Niedersachsen wählt 14 Kommunen für Corona-Modellprojekte aus – Hannover nicht dabei

  • Niedersachsen hat 14 Kommunen ausgewählt, die nach Ostern bestimmte kontrollierte Corona-Öffnungen testen dürfen.
  • Dort soll es nach Ostern erste Öffnungschritte geben.
  • Die Landeshauptstadt ging dabei leer aus.
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Hannover. Die Landesregierung hat 14 Kommunen in Niedersachsen als Modellkommunen zugelassen. Sie dürfen nach Ostern mit der kontrollierten Öffnung von Geschäften, Kultureinrichtungen sowie der Außengastronomie starten, teilte das Niedersächsische Gesundheitsministerium am Samstag in Hannover mit.

Als Modellkommunen ausgewählt wurden folgende Städte:

  • Aurich
  • Achim
  • Braunschweig
  • die Hansestadt Buxtehude
  • Cuxhaven
  • Einbeck
  • Emden
  • Hann. Münden
  • Hildesheim
  • die Hansestadt Lüneburg
  • Nienburg/Weser
  • Norden
  • Oldenburg
  • die Samtgemeinde Elbtalaue.
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Elf weitere Modellprojekte sollen in einer zweiten Runde zugelassen werden.

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Die ausgewählten Kommunen können nun damit beginnen, sichere Zonen einzurichten, in denen etwa Einzelhandelsgeschäfte, die Außenbereiche von Restaurants und Cafés, Fitnessstudios, Kinos, Theater und Galerien öffnen dürfen. Der Zutritt zu einer sicheren Zone sei nur möglich, wenn ein negativer Antigen-Schnelltest vorliegt und die von der Kommune vorgegebene App zur Kontaktnachverfolgung genutzt wird, hieß es. Selbsttests würden nicht akzeptiert. Die Modellkommunen müssten sicherstellen, dass genügend Testkapazitäten vorhanden sind.

Die Region Hannover konnte sich mit ihrer Bewerbung für die Landeshauptstadt Hannover hingegen nicht durchsetzen. Es habe zu viele offene Fragen an das Konzept gegeben, berichtet die Hannoversche Allgemeine Zeitung (HAZ). Hannover war die einzige von der Region vorgeschlagene Stadt, was der Niedersächsische Städte- und Gemeindebund am Sonnabend kritisierte.

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„Die Vorauswahl der Landeshauptstadt Hannover ging eindeutig zu Lasten der kleinen und mittleren Städte. Im Endeffekt hat die Region unglücklich agiert und den Händlern in diesen Städten alle Chancen genommen. Hier wird darauf zu achten sein, dass dies nicht wieder passiert. Großstadt vor Kleinstadt ist kein gerechtes Prinzip. Hier leben auch Menschen die Ernst genommen werden müssen“, erklärte Thorsten Bullerdiek, Sprecher des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes der HAZ.

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Stephan Weil lobt die Modellprojekte

Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) begrüßte das Projekt: „Niedersachsen geht sehr umsichtig vor in der aktuell schwierigen Situation. Wir bleiben vorsichtig. Aber wir wollen einem neuen System mit Testen, Besucherlenkung und AHA-Regeln eine Chance geben. Wir brauchen Perspektiven:“

Zweck der Modellkommunen sei es, eine Grundlage für spätere kontrollierte und gezielte Lockerungen schaffen, sagte Landesgesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD). „Ziel ist es, Schritt für Schritt durch diese Pandemie zu kommen und eine gewisse Normalisierung unseres Lebens zu ermöglichen.“

Die ausgewählten Kommunen legten nun Dauer und Geltungsbereich des Modellgebiets per Allgemeinverfügung fest, hieß es weiter. Der Start der Modellprojekte sei unterschiedlich, alle Kommunen wollten in den nächsten zwei Wochen beginnen. „Die 14 Kommunen tragen damit eine hohe Verantwortung bei der Gestaltung der sicheren Zonen. Das Gesundheitsministerium wird den Verlauf intensiv beobachten“, kündigte Behrens an.

RND/pach/epd

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