Fünf Milliarden Dollar für Corona-Medikament: US-Regierung schließt Deal mit Pfizer

  • Fünf Milliarden Dollar für zehn Millionen Dosen des neuen Corona-Medikaments von Pfizer hat die US-Regierung zugesagt.
  • Dafür muss der Arzneimittelhersteller allerdings noch eine Voraussetzung erfüllen: nämlich die Zulassung der Tablette durch amerikanische Behörden.
  • Todesfälle und Krankenhauseinweisungen bei sehr gefährdeten Patienten können laut einer Studie von Pfizer durch das Medikament stark gesenkt werden.
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New York. Die US-Regierung zahlt dem Arzneimittelhersteller Pfizer 5,3 Milliarden Dollar (4,7 Milliarden Euro) für rund zehn Millionen Dosen seines neuen Corona-Medikaments Paxlovid. Voraussetzung für das Geschäft ist eine Zulassung der Tablette durch die amerikanischen Behörden, wie der Konzern am Donnerstag mitteilte. Einen entsprechenden Antrag stellte Pfizer am Dienstag bei der Zulassungsbehörde FDA.

Günstiger als Konkurrent

Der Preis für eine Behandlung mit dem Medikament beliefe sich auf rund 529 Dollar. Die FDA prüft bereits ein Corona-Medikament des Pfizer-Konkurrenten Merck. Die US-Regierung hat zugestimmt, Merck etwa 700 Dollar pro Behandlungseinheit zu bezahlen, und 3,1 Millionen Einheiten bestellt.

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Die Auslieferung soll nach einer Notfallzulassung durch die zuständige Lebens- und Arzneimittelbehörde (FDA) noch in diesem Jahr beginnen. Das Medikament solle für Amerikaner „einfach erhältlich und kostenlos“ sein, erklärte US-Präsident Joe Biden. „Diese Behandlungsmethode könnte eine weitere entscheidende Waffe in unserem Arsenal sein, um den Weg aus der Pandemie heraus zu beschleunigen“, erklärte Biden. Es gelte aber weiter, dass Impfungen das beste Mittel seien, um die Pandemie einzudämmen, betonte er.

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Medikament auch als Generika

Anders als bei der mit Biontech entwickelten Corona-Impfung will der Hersteller Pfizer das Medikament auch von Generikaherstellern produzieren lassen. Damit soll Paxlovid in bis zu 95 ärmeren Ländern – in denen gut die Hälfte der Weltbevölkerung lebt – zu günstigeren Preisen verfügbar sein.

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Eine Zwischenanalyse von Testergebnissen ergab Pfizer zufolge, dass das Medikament das Risiko von Krankenhauseinweisungen und Todesfällen bei Covid-19-Patienten um fast 90 Prozent senke. Das gelte bei Behandlungen innerhalb von drei Tagen nach den ersten Covid-19-Symptomen. Ähnliche Werte hätten sich bei Behandlungen innerhalb von fünf Tagen ergeben.

RND/AP/dpa

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