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  • Corona-Medikament: Remdesivir, Dexamethason, Hydroxychloroquin - Wie weit ist die Suche nach einem geeigneten Arzneimittel?

Coronavirus: Wie weit ist die Suche nach einem geeigneten Medikament?

  • Gleich mehrere Medikamente werden von Wissenschaftlern im Zuge der Corona-Pandemie untersucht.
  • So hat die Europäische Arzneimittel-Agentur am Donnerstag den Einsatz von Remdesivir empfohlen.
  • Aber auch Arzneimittel wie Dexamethason und Hydroxychloroquin sind noch nicht abgeschrieben.
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Berlin. Weltweit wird mit Hochdruck nach Medikamenten gegen die Corona-Erkrankung Covid-19 gesucht. Dutzende klinische Studien dazu laufen bereits. Viele der Mittel wurden eigentlich für andere Krankheiten zugelassen oder erforscht.

Dexamethason ist laut WHO ein “Durchbruch”

Mitte Juni berichteten Forscher, der Entzündungshemmer Dexamethason könne die Sterberate bei schweren Covid-19-Verläufen um bis zu einem Drittel senken. Darauf wiesen vorläufige Ergebnisse einer klinischen Studie hin.

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Allerdings sind die Resultate bislang weder von Experten begutachtet noch in einem Fachjournal veröffentlicht. Forscher der Universität Oxford hatten sie in einer Pressemitteilung vorgestellt. Die WHO feierte die Ergebnisse dennoch als “Durchbruch”.

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Uwe Janssens, Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), spricht von einem "Hype". "Es ist schon sehr bemerkenswert, dass eine reine Pressemitteilung dazu führt, dass in Großbritannien diese Substanz zur Behandlung in der Intensivmedizin zugelassen wird, ohne dass überprüfbare und valide Daten publiziert worden sind."

WHO stoppt Forschungsreihe zu Hydroxychloroquin

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Intensiv erforscht wurde das Malaria-Mittel Hydroxychloroquin, das in die Schlagzeilen geriet, weil US-Präsident Donald Trump es mehrfach angepriesen hatte. Im Juni stoppten Forscher eine internationale Studie dazu unter Leitung der WHO. Das Mittel habe die Sterblichkeit von schwer erkrankten Patienten nicht reduziert.

Andere Präparate wurden etwa gegen HIV (Lopinavir, Ritonavir) oder Grippe (Faviparir, ATR-002) entwickelt und sollen ebenfalls die Vermehrung von Sars-CoV-2 hemmen. Untersucht werden auch Wirkstoffe, die die problematische Überreaktion des Immunsystems abbremsen oder die Lungenfunktion verbessern.

Behandlung mit Antikörpern wird untersucht

Neben einer Umwidmung von bekannten Wirkstoffen und Medikamenten suchen Forscher auch nach neuen Mitteln, die spezifisch gegen Sars-CoV-2 wirken. Sie durchforsten dazu Wirkstoff-Bibliotheken und testen Kandidaten zunächst in Zell-und Tierversuchen.

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Ein weiterer Ansatz besteht in der Behandlung mit Antikörpern. Die können etwa synthetisch hergestellt werden oder von Menschen stammen, die die Erkrankung überstanden haben.

RND/dpa

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