Erste Lockerungen: Italiens vorsichtiger Weg Richtung Normalität

  • “La dolce vita” im Stillstand: Seit zwei Monaten erlebt Italien den striktesten Lockdown der Welt, nun werden die Ausgangsbeschränkungen ein wenig gelockert.
  • Menschen dürfen wieder zum Joggen in den Park und Fabriken fahren langsam wieder hoch.
  • Doch aktuell ist nicht ganz klar, was erlaubt ist und was nicht.
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Rom. Jogger im Park und ein paar mehr Autos auf den Straßen: Italien unternimmt nach fast zwei Monaten strikter Corona-Ausgangssperre erste kleine Schritte in Richtung Freiheit. Sport in Parks ist seit Montag wieder erlaubt, aber nur allein. Fabriken fahren wieder hoch. Insgesamt herrscht jedoch Verwirrung darüber, was nun genau erlaubt ist und was nicht. “So wie noch nie zuvor liegt die Zukunft des Landes in euren Händen”, erklärte Regierungschef Giuseppe Conte auf Facebook. Zusammenarbeit, Bürgersinn und Respekt vor den Regeln seien nun besonders wichtig.

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Erste Lockerungen in Italien
1:33 min
Schrittweise werden die Maßnahmen zur Corona-Eindämmung in Italien nun aufgehoben, begleitet von umfangreichen Tests in der Bevölkerung.  © Reuters

Italien erlebte striktesten Lockdown der Welt

Die Regierung hatte am 10. März die 60 Millionen Menschen im Land unter Quarantäne gestellt und die Produktion des Landes heruntergefahren. Damit stand das Land unter einem der längsten und striktesten Lockdowns der Welt. Nun könnten rund vier Millionen Menschen wieder arbeiten gehen, sagte Conte. Masken sind unter anderem in öffentlichen Verkehrsmitteln Pflicht. Italien hat mit fast 29.000 Toten so viele Opfer zu beklagen wie wenig andere Länder. Allerdings sinkt die Zahl der Infektionen seit Längerem. Zu Beerdigungen dürfen ab Montag jetzt bis zu 15 Trauernde gehen.

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Schulen und Kindergärten bis September zu

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In Rom zum Beispiel machte sich die Lockerung nur ein wenig auf den Straßen bemerkbar. Nachdem zwei Monate fast gar kein Verkehr war, war nun wieder etwas mehr los. Auch konnten sich die Menschen wieder Kaffee holen – allerdings nur als Take-away. Die meisten Geschäfte sind weiter geschlossen, Museen auch. Kinder dürfen zwar nach draußen, aber nicht mit anderen spielen. Schulen und Kindergärten bleiben bis September zu.

RND/dpa

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