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Corona-Symptome: Was wissen wir über Krankheitsverläufe von Covid-19?

  • Ein großer Teil der Sars-CoV-2-Infizierten spürt milde bis gar keine Symptome.
  • Andere Betroffene erkranken hingegen an der Krankheit Covid-19 - wobei mehr als die Lunge angegriffen werden kann.
  • Mediziner gehen davon aus, dass abseits typischer Grippesymptome auch der Geschmacks- und Geruchssinn Hinweise auf eine Ansteckung geben können.
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Berlin. Eine Infektion mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 verläuft nicht für alle Menschen gleich. Für die einen fühlt sich das an wie eine Erkältung, manche spüren gar nichts, für andere wird der Infekt lebensgefährlich oder gar tödlich. Allgemeingültige Aussagen zum typischen Krankheitsverlauf sind deshalb laut Robert-Koch Institut nicht möglich.

Keine typischen Corona-Symptome

Wer hat wen wie angesteckt? Das ist oft gar nicht so einfach zu rekonstruieren. Gesundheitsämter unterscheiden zwischen drei Personengruppen:

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  • Symptomatisch: Eine Person ist zum Zeitpunkt der Ansteckung bereits erkrankt und spürt auch Krankheitszeichen unterschiedlicher Stärke. Diese Gruppe überträgt am häufigsten das Virus an andere.
  • Präsymptomatisch: Eine Person ist bereits ein, zwei Tage vor Symptombeginn ansteckend. Das sei laut RKI mit Blick auf das Infektionsgeschehen “ein relevanter Anteil von Personen”.
  • Asymptomatisch: Personen, die infiziert und infektiös sind, es aber gar nicht bemerken. Diese Ansteckungen spielen bisherigen Studien zufolge allerdings eine untergeordnete Rolle.

Milder Verlauf mit Schnupfen und Husten

Mit immer mehr übermittelten Meldedaten zeigt sich inzwischen ein präziseres Bild der beobachteten Symptome. Beschwerden der erkannten Infizierten liegen den Gesundheitsämtern in Deutschland vor. Laut Robert-Koch Institut haben rund 81 Prozent der diagnostizierten Personen milde Verläufe und verspüren zum Teil nur subtile Symptome. Frauen und Männer infizieren sich ähnlich häufig, allerdings erkranken Männer im Schnitt häufiger schwer. 14 Prozent zeigen hierzulande statistisch gesehen einen schwereren, fünf Prozent einen kritischen Krankheitsverlauf.

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Als häufige Symptome und damit Anzeichen für eine Infektion werden angegeben:

  • Husten (45 Prozent)
  • Fieber (38 Prozent)
  • Schnupfen (20 Prozent)
  • Störung des Geschmacks- und Geruchssinns (15 Prozent)
  • Pneumonie (3 Prozent)
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Als weitere Symptome werden auch angegeben: Halsschmerzen, Atemnot, Kopf- und Gliederschmerzen, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Übelkeit, Bauchschmerzen, Erbrechen, Durchfall, Konjunktivitis (Bindehautentzündung), Hautausschlag, Lymphknotenschwellung, Apathie, Somnolenz (Bewusstseinsstörung/Benommenheit).

Covid-19: Mehr als eine Lungenkrankheit

Bisherigen Erkenntnissen zufolge befällt das Virus bei einem schwereren Verlauf insbesondere die Lunge. Sars-CoV-2 verursacht sehr häufig Atemwegsinfektionen. Meist in der zweiten Krankheitswoche kann sich daraus auch eine Pneumonie entwickeln. Bei kritischen Verläufen ist dann eine Beatmung in der Klinik notwendig.

Laut RKI zeigt sich inzwischen aber auch: “Covid-19 kann sich in vielfältiger Weise und nicht nur in der Lunge, sondern auch in anderen Organsystemen manifestieren”.

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Die Angst vor dem Coronavirus steigt vielen zu Kopf. Fake News, Irreführende Gerüchte und viel Panikmache helfen da nicht.  © Marc Mensing/RND

Mediziner beobachten, wie Niere, Herz und Blutgefäße angegriffen werden. Durchblutungsstörungen und eine überschießende Immunreaktion werden beispielsweise beobachtet, aber auch neurologische Symptome wie Kopfschmerzen und Schwindel. Einige Patienten mit schwerer Infektion entwickeln 8 bis 15 Tage nach Erkrankungsbeginn eine Verschlechterung im Sinne eines Hyperinflammationssyndroms. Die Folge kann ein Multiorganversagen sein.

RND/sbu

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