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Intensivpatienten werden jünger: RKI warnt vor Fehleinschätzung der Corona-Lage

  • Die Corona-Impfungen sind aus Sicht des Robert Koch-Instituts kein Grund, die Pandemie laufen zu lassen.
  • Auf deutschen Intensivstationen liegen dem RKI zufolge immer häufiger auch jüngere Patienten.
  • Das RKI plädiert daher, die aktuelle Situation nicht zu unterschätzen.
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Berlin. Angesichts der fortschreitenden Impfungen bei den besonders gefährdeten Senioren hat das Robert Koch-Institut (RKI) vor einer möglichen Fehleinschätzung bei der Corona-Lage gewarnt. Wenn man nun denke, dass man das Infektionsgeschehen wegen dieser bisherigen Impfungen laufen lassen könne, komme es zu einem Schwenk hin zu den jüngeren Jahrgängen bei den Todesfällen und Intensivpatienten, sagte RKI-Vizepräsident Lars Schaade am Freitag in Berlin. Er appelliere dringend, dies zu berücksichtigen.

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Mehr junge Patienten auf den Intensivstationen möglich

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„Wir sehen das jetzt schon auf den Intensivstationen, dass sich die Patienten dort ändern: Die werden jünger“, betonte Schaade. Noch sei der Anstieg der Fallzahlen auf den Intensivstationen zwar nicht so stark wie manche vielleicht erwarteten, aber das werde sich mit zunehmender Zahl an Infizierten ändern. „Dann werden wir nämlich immer mehr auch junge Patienten auf den Intensivstationen haben. [...] Die sind jetzt noch am allerwenigsten geschützt.“ Auch Virologen haben wiederholt vor einem solchen Szenario gewarnt.

So ist beispielsweise in der Region Hannover in der Altersgruppe der Unter-19-Jährigen die Zahl der Infizierten beispielsweise in den vergangenen drei Wochen um knapp 17 Prozent gestiegen, berichtet die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“. Bei der Versammlung der niedersächsischen Ärztekammer am Wochenende berichteten einige Ärzte außerdem davon, dass auch die schweren Krankheitsverläufe bei Kindern zunehmen. Auch in Kiel kam es in den letzten zwei bis drei Wochen zu deutlich mehr jüngeren Corona-Patienten, die stationär behandelt werden müssen, berichten die „Kieler Nachrichten“.

RND/dpa

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