Südkorea: Höchststand bei Corona-Neuinfektionen

  • Eine vierte Pandemiewelle sorgt in Südkorea für viele Neuinfektionen mit dem Coronavirus.
  • Am Dienstag wurden 1615 neue Fälle gemeldet – so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie.
  • Bisher sind erst 30,6 Prozent der 51,3 Millionen Einwohner mindestens einmal geimpft.
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Seoul. Südkorea hat einen neuen Höchststand bei den täglich erfassten Corona-Neuinfektionen verzeichnet. Am Dienstag seien 1615 Fälle festgestellt worden, teilten die Gesundheitsbehörden am Mittwoch mit. So viele Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden gab es in dem Land noch nie seit Beginn der Pandemie. Die Gesamtzahl der Fälle mit Sars-CoV-2 stieg den Angaben zufolge auf 171.911.

Das Land sieht sich mittlerweile im Griff einer vierten Infektionswelle. Die Tageswerte stiegen den achten Tag nacheinander über 1000. Besonders betroffen ist der Großraum Seoul, der auch die Provinz Gyeonggi und die westliche Küstenstadt Incheon umfasst.

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Für die Region gilt die höchste Stufe eines vierstufigen Plans für coronabedingte Kontaktbeschränkungen. Danach sind unter anderem Zusammenkünfte von mehr als zwei Personen nach 18 Uhr verboten. Ein vollständiger Lockdown ist nach diesem Schema aber nicht vorgesehen.

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Angesichts des weiter ungebremsten Anstiegs der Infektionen beschloss die Regierung, auch die Beschränkungen für andere Teile des Landes zu verschärfen. Für sie soll mit Ausnahme einiger südlicher Regionen von Donnerstag an Stufe zwei gelten. Treffen von mehr als acht Personen sind dann untersagt. Ein Sprecher des Gesundheitsministeriums rief die Menschen im ganzen Land auf, von „sozialen Treffen“ abzusehen und möglichst zuhause zu bleiben.

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Südkorea ist bislang relativ gut durch die Pandemie gekommen. Es wurden jedoch bisher nur 30,6 Prozent der 51,3 Millionen Einwohner einmal geimpft. Vor allem jüngere Erwachsene wurden noch nicht immunisiert.

RND/dpa

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